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Hand einer Frau hängt goldene Christbaumkugel an schon geschmückten Christbaum.
© unsplash/ Element5digital

Christbaum mieten? Tipps für einen nachhaltigeren Baum

Bald ist es wieder soweit: Die Weihnachtsdekoration wird aus den Kisten im Keller gekramt und im ganzen Heim angebracht. Im Zentrum steht dann für viele der geschmückte Weihnachtsbaum. Er erhellt unser Zuhause während der dunklen Wintertage und bereitet als symbolischer Mittelpunkt für Weihnachten einen Ort, an dem Familie und Freunde zusammenkommen. Doch was wir bei all der festlichen Freuden oft vergessen: Im Januar lassen wir nicht nur das alte Jahr hinter uns, sondern auch den einst so prächtig geschmückten Tannenbaum.

Weihnachtsbaum kaufen – so werden Bäume herangezüchtet

Weihnachtsbäume müssen in speziellen Kulturen herangezüchtet werden, da herkömmliche Tannen den mit der Zeit gestiegenen Ansprüchen der Käufer*innen nicht mehr gerecht werden. Diese verlieren trotz regelmäßigem Gießen in der warmen Umgebung zuhause schnell ihre Nadeln. Auch ihr gerader Stamm und der volle Wuchs werden durch Zuchtfaktoren beeinflusst: So müssen während des Wachstums regelmäßig Unkraut entfernt und Schädlinge bekämpft werden, meist auch durch den Einsatz von chemischen Mitteln. Je nach Art des Baumes und der gewünschten Größe, benötigen die Bäume dann zwischen 7 und 10 Jahre, um heranzuwachsen. Die aufgrund ihres dichten Wuchses so beliebte Nordmanntanne benötigt beispielsweise 10 Jahre um Zimmergröße zu erreichen. Eine lange Zeit, die der deutsche Weihnachtsbaum meist nicht in heimischen Zuchtplantagen, sondern in Dänemark verbringt.

Christbaum mieten für festliche Weihnachten

In Anbetracht der kurzen Dauer, die ein Weihnachtsbaum wirklich zum Einsatz kommt, sind die eingesetzten Ressourcen für seine Heranzucht sehr hoch. Eine Möglichkeit hier nachhaltiger zu agieren, ist das Christbaum-Mieten. Hierbei wird der Baum nicht wie sonst gefällt, sondern kommt eingetopft nach Hause. Doch Achtung: Beim Mieten eines Weihnachtsbaumes sollte darauf geachtet werden, dass der Baum bereits im Topf herangezogen wurde, sonst können beim Umtopfen entstandene Verletzungen an den Wurzeln zum Absterben des Baumes führen. Darüber hinaus muss die Pflege stimmen. Ein Tannenbaum im Topf sollte regelmäßig bewässert werden – im Schnitt jeden zweiten Tag. Zusätzlich können die Nadeln mit Wasser besprüht werden, um die Feuchtigkeitsaufnahme zu unterstützen. Nach den Festtagen kann der Baum im eigenen Garten eingepflanzt oder an den Anbieter zurückgeschickt werden. Bei Baumeria gibt es eine Übersicht von deutschen Anbietern.

Nachhaltiger Weihnachtsbaum – die Alternativen

Anstatt einen Weihnachtsbaum zu mieten, gibt es noch andere Optionen, um das Fest ein bisschen nachhaltiger zu gestalten. Bäume aus Holz beispielsweise können jedes Jahr aufs Neue geschmückt werden. Alternativ lassen sich auch große Zweige und Äste aufbereiten und mit Baumschmuck behängen. Ein weiterer Tipp, um Ressourcen zu sparen, ist sich lieber langfristig für eine Farbe bei der Dekoration zu entscheiden. So werden jährliche Neukäufe vermieden. Wer keinen Weihnachtsbaum leihen und auf einen immergrünen Baum aus Plastik zurückgreifen möchte, sollte bedenken, dass dieser erst nach 20 Jahren eine positivere CO2-Bilanz aufweist als ein echter Baum.

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