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Das V-Label für vegetarische Produkte: Was steckt dahinter?

Ob Gelatine im Fruchtjoghurt oder Schweineschmalz in der Fertigsuppe: Wenn du dich vegetarisch ernährst, hast du sicher auch schon die eine oder andere Minute im Supermarkt verbracht, um die Zutatenlisten der Produkte zu studieren. Denn Veggies wissen: Auch bei pflanzlichen Lebensmitteln ist nicht immer sicher, ob diese nicht doch tierische Substanzen enthalten. Das V-Label für vegetarische Produkte kann hier Klarheit schaffen. Es kennzeichnet den Einsatz tierfreier Zutaten und Hilfsstoffe und bietet dir im Alltag eine schnelle Orientierungshilfe. Wir verraten dir, warum du dich auf das V-Label verlassen kannst.

V-Label-Kriterien: Auf welcher Grundlage werden Lebensmittel als vegetarisch eingestuft?

Auf vielen Produkten im Supermarkt ist er mittlerweile zu finden – der kleine gelbe Kreis mit grünem V in der Mitte. Das V-Label für vegetarische Produkte ist eine international anerkannte, geschützte Marke und wird in Deutschland von der Veggie Organisation ProVeg e.V. vergeben. Als vegetarisch werden dabei Produkte und Lebensmittel gekennzeichnet, die keine Zutaten oder Substanzen von getöteten Tieren enthalten. Hierzu zählen zum Beispiel Aromen tierischer Herkunft, Schlachtprodukte und Fette von Fischen oder anderen Meerestieren. Weitere nicht erlaubte Zutaten findest du hier.

Von der Kennzeichnung ausgeschlossen werden außerdem Produkte, die gentechnisch veränderte Zutaten oder Eier aus Käfighaltung enthalten. Um das V-Label tragen zu dürfen, muss ein Produkt zudem tierversuchsfrei sein. Lebensmittel, die mithilfe von lebenden Tieren gewonnen werden, zum Beispiel Milch, Eier (ausgenommen Eier aus Käfighaltung) oder Honig, gelten hingegen als vegetarisch und sind daher erlaubt. Regelmäßige Kontrollen durch ein unabhängiges Labor garantieren die Einhaltung dieser Kriterien und geben dir als Veggie Sicherheit.

V-Label Produkte: Welchen Vorteil bietet es gegenüber anderen Veggie-Siegeln?

Die oben genannten Kriterien sind für die Verlässlichkeit und Transparenz des V-Labels besonders wichtig. Denn auf nationaler Ebene existiert bisher keine einheitliche Definition des Begriffes „vegetarisch“. Viele Unternehmen entwickeln daher eigene Veggie-Label für ihre Produkte, die mitunter auf fehlerhaften Kennzeichnungen der einzelnen Inhaltsstoffe beruhen können. Da diese Kennzeichnungen keinerlei Kontrolle unterliegen, bleiben sie für dich als Verbraucher*in oft unbemerkt. Unternehmen, die ihre Produkte mit dem V-Label kennzeichnen lassen möchten, werden hingegen dazu aufgefordert, alle Zutaten und Hilfsstoffe vollständig offenzulegen. Auch Rezepturänderungen oder Veränderungen des Produktionsprozesses müssen dem Qualitätsmanagement des V-Label-Teams mitgeteilt werden.

Unser Fazit: Wenn auch du dir wie 75 % aller Verbraucher*innen beim Kauf von Lebensmitteln exakte Informationen darüber wünschst, welche Inhaltsstoffe genau enthalten sind, kann dir der Blick auf das V-Label im Alltag zukünftig viel Zeit und Mühe ersparen!

Schon gewusst: Das V-Label existiert übrigens in 2 Kategorien: „Vegan“ und „Vegetarisch“. Um das Qualitätssiegel zu erhalten, müssen die als vegan gelabelten Produkte über die bereits genannten vegetarischen Kriterien hinaus komplett ohne tierische Bestandteile und Erzeugnisse auskommen. Das heißt, dass vegane Lebensmittel auch nicht mithilfe von lebenden Tieren oder tierischen Erzeugnissen hergestellt werden. Dabei werden alle Produktions- und Verarbeitungsstufen berücksichtigt. Auch Milchprodukte, Eier, Honig und tierisches Wachs sind in dieser Kategorie verboten.

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