• Alltag
  • Die schonende Reinigung mit der Po-Dusche
Frau sitzt auf Toilette
©istock/bymuratdeniz

Hilfe bei Jucken und Brennen am Po: Schluss mit dem Tabuthema

Jucken, Brennen oder Schmerzen: Po-Beschwerden können nicht nur äußerst unangenehm sein. Den meisten Menschen sind sie auch überaus peinlich. So peinlich, dass nicht darüber gesprochen und selbst der Besuch beim Arzt vermieden wird. Dabei treten Aftererkrankungen öfter auf, als man denkt. Tatsächlich hat fast jeder Mensch mindestens einmal in seinem Leben mit Po-Problemen zu kämpfen. Eine nicht zu unterschätzende Rolle kann dabei auch das Klopapier spielen. Wir klären auf und zeigen eine schonende und nachhaltige Alternative für deine Po-Hygiene.

Po-Beschwerden: Welche gibt es und was steckt dahinter?

Der Analbereich ist nicht nur eine empfindliche Körperregion mit vielen Schmerzrezeptoren. Die faltige Haut um den Anus ist auch anfälliger für Krankheitserreger und Verletzungen. Zu den häufigsten Beschwerden am Po gehören Hämorrhoiden, Analfissuren, Analfisteln sowie oberflächliche Hautreizungen (Analekzeme). Die Po-Leiden können viele Ursachen haben und auch Anzeichen für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn sein. Oft handelt es sich aber lediglich um eine Hautirritation, die nicht gefährlich ist, aber sehr unangenehm sein kann. Auslöser können beispielsweise schlechte Ernährungsgewohnheiten, mangelnde Bewegung oder eine falsche Hygiene und übertriebene Po-Pflege sein.

Tipps für die richtige Po-Pflege: Beschwerden vorbeugen und bekämpfen

Toilettenpapier auf weißer Oberfläche
©istock/jozzeppe

Neben Kosmetik-Produkten und Seife kann auch die Verwendung von Toilettenpapier Hautirritationen hervorrufen. Zum Beispiel bei übertriebenem Abputzen oder der Verwendung des falschen Toilettenpapiers. Insbesondere herkömmliches, feuchtes Toilettenpapier gilt es besser zu meiden. Die enthaltenen Parfum- und Konservierungsstoffe wie Formaldehyd schaden nicht nur der Umwelt, sondern auch der sensiblen Körperregion. Vor allem bei Menschen, die ohnehin zu trockener Haut neigen, können solche Produkte neben Reizungen auch Allergien auslösen. Die Wahl sollte also immer auf Toilettenpapier ohne chemische Zusatzstoffe fallen. Wer Po und Umwelt schonen will, greift dabei zu Recycling-Toilettenpapier. Das hat übrigens nichts mehr mit dem rauen „Schmirgelpapier“ zu tun, mit dem es viele assoziieren. Doch es gibt noch schonendere Möglichkeiten, die Po-Region sanft zu reinigen.

Eine nachhaltige Alternative: Die Po-Dusche

Was zunächst befremdlich klingen mag, ist in vielen asiatischen Ländern gang und gäbe: Die sanfte Reinigung mit einer Po-Dusche. Expert*innen zufolge ist diese nicht nur schonender, sondern sogar gründlicher als Toilettenpapier. Dabei muss es aber nicht gleich das teure Bidet sein. Ebenso effektiv sind mobile Po-Duschen – kleine Behälter, die mit Wasser befüllt werden und mit einem Sprühkopf versehen sind. Zero Waste für zu Hause und unterwegs. Wichtig ist auch hier, dass die Dusche nur mit reinem Wasser befüllt wird. Außerdem darf die Hautregion nach der Dusche nicht feucht bleiben, andernfalls drohen Beschwerden durch Bakterien oder Pilze. Dafür einfach die Haut mit einem waschbaren Baumwolltuch vorsichtig abtupfen. Wer zu trockener und sensibler Haut neigt, kann noch etwas Oliven- oder Babyöl auf die gesäuberte Haut geben.

weiß was