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Collage mit Grünerbild für den Podcast Jung & Flexibel.

Der Stellenwert von Nachhaltigkeit - LENA zu Gast bei Jung & Flexibel

Der Podcast Jung & Flexibel bietet seinen Hörer*innen ein Potpourri aus informativen Folgen, die sich um Gesellschaft, Gesundheit und Nachhaltigkeit drehen. „Weg von Selbstoptimierung und einer Heile-Welt-Bubble – hin zu mehr Durchblick, Humor und Leichtigkeit.“ – das möchte Moderatorin und passionierte Yogini Johanna mit ihrem Podcast vermitteln. Sie ist als Content Managerin und Online Redakteurin schon viele Jahre im Medienbusiness unterwegs und kennt die Wirkung von Kommunikation und Social Media. Deshalb fühlt sie ihren Gästen auch gerne mal auf den Zahn, um mehr zu erfahren und hinter die Kulissen zu blicken. Co-Gründer Alexander und Melanie haben mit ihr über LENA, den Stellenwert von Nachhaltigkeit und einfach umsetzbare Tipps gesprochen.

Warum ist es aus eurer Sicht wichtig, dass mehr über das Thema Nachhaltigkeit gesprochen wird?

Alexander: Grundsätzlich ist es wichtig, weil wir unsere Welt erhalten und lebenswerter machen möchten. Wir haben eine Verantwortung gegenüber allen Lebewesen und der Natur. Das gilt auch für kommende Generationen, denen wir eine lebenswerte Welt hinterlassen möchten. Ich denke aber auch, dass es einem persönlich besser geht, wenn man nachhaltiger lebt und konsumiert, weil man merkt, dass es eigentlich Freude bringt und alles andere als belastend und einschränkend ist.

Melli: Da stimme ich Alex zu. Ich glaube, dass man mit dem Thema Nachhaltigkeit mehrere Ziele erreichen kann. Wenn man sich z.B. nachhaltiger ernährt und weniger Fleisch konsumiert, verbessert man auch seine Gesundheit. Wenn man bewusster konsumiert und ressourcenschonendere Produkte einkauft, unterstützt man auch den sozialen Nachhaltigkeitsaspekt.

Um eine lebenswerte Welt zu hinterlassen, müssen wir den Klimawandel bekämpfen. Wo seht ihr jetzt schon die größten Risiken für unser Leben, wie wir es bisher kannten?

Melli: Einerseits leidet der globale Süden jetzt schon stark unter der Erwärmung der Erde, da sie zu Dürren und der regelmäßigen Gefährdung der Nahrungssicherheit führt. Dann erleben wir jetzt schon große Katastrophen infolge von Starkregenereignissen – und das auch hier bei uns. Wir hatten so viele Hochwasser und Flutungen, die tausenden Menschen das Leben oder die Existenz geraubt haben. Die Zahl der extremen Wetterereignisse hat sich in den letzten 50 Jahren in Deutschland mehr als verdreifacht. Das ist ein schockierender Fakt und nochmal ein Grund, warum man sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen sollte.

Versprecht ihr euch hier Besserung von einer neuen Regierung?

Alexander: Wir beschäftigen uns sehr damit und wollen einen Wandel hin zu mehr ökologischen Maßnahmen auch darstellen und kommunizieren, grundsätzlich ist LENA aber politisch neutral. Wir würden es uns wünschen, wenn das Thema Nachhaltigkeit immer in politische Entscheidungen miteinfließt und nicht nur ökonomische Faktoren ausschlaggebend sind. Als junges Start-Up würden wir es auch begrüßen, wenn es noch mehr Unterstützung und Förderprogramme für nachhaltige Initiativen gäbe, damit Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen Verständnis endlich zum Standard wird.

Ein nachhaltiger Standard wäre wünschenswert. Was macht es aus eurer Sicht so schwer nachhaltiger im Rahmen der Arbeit oder im Privaten zu agieren?

Alexander: Ich glaube, dass es sehr schwer ist Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu ändern. Daher fokussiert sich der Ansatz von LENA darauf, ein nachhaltiges Leben mit kleinen Schritten zu beginnen und nicht gleich große Pakete zu schnüren. So wirken wir auch dem oft dogmatischen Verständnis von Nachhaltigkeit entgegen – viele Menschen denken, sie dürfen nicht mehr in den Urlaub fahren, wenn sie ökologischer leben. Gleichzeitig hat eine unserer Umfragen ergeben, dass viele den irrtümlichen Glauben haben, Nachhaltigkeit sei besonders teuer. Klar, es gibt immer auch Ausnahmen, doch viele nachhaltige Partner*innen rufen dieselben Preise auf wie herkömmliche Anbieter*innen. Leider hat sich dieses Verständnis aber in den Köpfen manifestiert. 

Ihr habt von kleinen Schritten gesprochen, könnt ihr dazu ein paar Beispiele, die noch nicht so bekannt sind, nennen?

Melli: Im Bereich Ernährung lässt sich das Thema mittlerweile wirklich leicht umsetzen, da sogar Discounter jetzt nachhaltige Produktlinien anbieten. Darüber hinaus finden unsere Nutzer*innen bei uns aber auch Tipps und Vorschläge aus den Bereichen Alltag, Energie & Wohnen, Reise & Mobilität, Engagement und Finanzen. Diese bauen wir kontinuierlich aus. 

Im Bereich Energie & Wohnen gibt es auch viele kleine Dinge, die man verändern kann. Wer beispielsweise seine Haare an der Luft trocken lässt, anstelle sie zu föhnen, spart eine nicht unerhebliche Menge CO2 im Jahr ein. Wer das sonntägliche Baden ab und zu ausfallen lässt, spart Wasser ein.

Im Bereich Reise & Mobilität kann man zum Beispiel mal auf eine Flugreise verzichten und das Auto oder noch besser den Zug nehmen. Man kann im Hotel entscheiden, dass das Handtuch nicht täglich ausgewechselt wird, sondern eben nur zwei Mal in der Woche – zuhause würde man das Handtuch auch nicht nach einmaligem Benutzen wechseln. So summieren sich mit vielen kleinen Handgriffen große Mengen an eingesparten Ressourcen. 

Habt ihr noch ein Beispiel aus dem Bereich Finanzen?

Alexander: Ich persönlich denke, dass es innerhalb der vielen Dinge, die man tun kann, um nachhaltiger zu leben, zwei besondere Hebel gibt: Der Konsum und die Finanzen. Angefangen bei der Bank, der ich mein Geld anvertraue – es ist der erste Schritt zu überlegen, wem man das Geld gibt, ob grüne, gemeinwohl- oder soziale Banken. Im Anschluss daran sollte man die Frage klären, wo das Geld angelegt wird, worin wird investiert, ist es ein grüner oder nachhaltiger Fond, der Kohle- und Atomenergie oder auch Waffen ausschließt usw.. Wir bieten auf Lena.de auch schon eine nachhaltige Kreditkarte und grüne Versicherungen an. In der Finanzbranche verändert sich gerade sehr viel, was das Thema so spannend macht.

Könnt ihr zum Abschluss gemeinsam drei Dinge bzw. Maßnahmen nennen, mit denen wir den Planeten retten können?

Alexander

  • Eigene Konsumentscheidungen hinterfragen und anpassen
  • Prüfen, was das eigene Geld macht und wofür man es verwendet
  • Sich für das Thema sensibilisieren und das Bewusstsein schärfen

Melli: Ich würde noch hinzufügen, dass man sich gegenseitig nicht verurteilt, sondern sich lieber darauf fokussiert, was wir alle schon gut machen und dass wir die Energie in positive Veränderung stecken sollten.  

Wir bedanken uns bei Johanna für dieses tolle Gespräch! Ihr habt Lust auf Fair Fashion, mehr Infos zu gewaltfreier Kommunikation oder wollt eine geführte Schlafmeditation ausprobieren? Dann hört unbedingt rein in die weiteren Folgen. Jung & Flexibel von und mit Johanna ist auf Spotify, Apple Podcast, Deezer und YouTube verfügbar.

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