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Geschäft mit verschiedenen Schmuckstücken aus Gold.
©istock/fatido

Nachhaltiger Goldschmuck: Zeitlos und fair

Schmuck ist für viele mehr als nur ein Accessoire. Er besitzt oft eine persönliche Bedeutung und verleiht jedem Outfit den letzten Feinschliff. Zeitlos und schlicht erfreut sich Goldschmuck dabei in jeder Altersgruppe großer Beliebtheit. Doch der Abbau des wertvollen Edelmetalls ist meist mit großen Herausforderungen für Mensch und Umwelt verbunden. Erfahre hier, warum es mit Blick auf Umwelt und Sozialverträglichkeit noch viel Luft nach oben gibt und weshalb es so wichtig ist, fair produzierten Goldschmuck zu kaufen.

Zeitlose Faszination Goldschmuck: Seit Jahrtausenden ein Statussymbol

Goldschmuck hat eine lange Tradition. Bereits 4.000 v.Chr. machten sich die Menschen das glänzende Edelmetall zu Eigen und zierten damit ihre Körper. Und auch heute haben Schmuckstücke aus Gold nicht an Eleganz und Anmut eingebüßt. Während das Tragen von Goldschmuck früher meist Vermögenden und Würdenträger*innen vorbehalten war, findest du Modeschmuck in Goldoptik inzwischen fast überall. Dieser ist zwar günstig und zeitgemäß, entpuppt sich häufig jedoch schnell als Enttäuschung. Das Material beginnt oft bereits nach ein paar Mal Tragen zu verblassen, die Farbe löst sich und Steine purzeln aus der Fassung.

Trägst du deine Schmuckstücke besonders oft und gerne , kann es sich daher lohnen, in hochwertigen Goldschmuck zu investieren. Dieser punktet nicht nur durch seine hohe Qualität und Langlebigkeit, sondern auch durch seinen emotionalen Charakter. Ob Eheringe, Creolen oder ein filigranes Kettchen: Mit der richtigen Pflege zehrst du oft ein Leben lang von Schmuck aus echtem Gold und kannst ihn später vielleicht sogar an deine Kinder oder Enkelkinder weitergeben. Sagt dir das Design irgendwann nicht mehr zu, hast du zudem immer die Möglichkeit, das Gold einzuschmelzen und etwas Neues daraus zu formen.

Frau mit goldener Kette am Hals.
©unsplash/Edward Xu

Fairer und nachhaltiger Goldschmuck: Darauf solltest du beim Kauf achten

Hast du dich dafür entschieden, dir ein hochwertiges Schmuckstück aus Gold zuzulegen, solltest du beim Kauf einige Dinge beachten. Denn der konventionelle Abbau von Gold bringt Mensch und Natur in vielen Ländern der Welt noch immer an ihre Grenzen. Insbesondere in kleingewerblichen Bergbauminen, in denen etwa 10 bis 30 Mio. Menschen beschäftigt sind, herrschen oft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. Und auch die Natur leidet immer wieder. Denn um die meist winzigen Goldspuren aus dem Gestein zu lösen, werden häufig hochgiftige Chemikalien wie Arsen, Quecksilber und Zyanid eingesetzt - Für 1 kg Gold z.B. rund 3 kg Quecksilber. Diese gelangen in die Umwelt, verschmutzen den Boden und verunreinigen das Grundwasser. Allein in den Amazonas werden pro Jahr schätzungsweise 100 t Quecksilber gekippt. Die Folge: Viele Speisefische, die den Menschen in der Region als Hauptproteinquelle dienen, sind extrem mit Quecksilber und anderen Schwermetallen belastet.

Auf Goldschmuck musst du dennoch nicht verzichten, da es inzwischen glücklicherweise Alternativen zum konventionellen Goldabbau gibt. Bist du auf der Suche nach fair produziertem Goldschmuck aus verantwortungsvollem Kleinbergbau, wirst du in Deutschland am ehesten in kleineren Goldschmieden fündig. Doch ganz egal, ob hippes Schmucklabel oder regionaler Juwelier: Erkundige dich am besten immer direkt, woher die Rohstoffe für den Schmuck stammen. Folgende Siegel können dir hier Orientierung bieten:

Fairtrade-Gold

Fair gehandeltes Gold erkennst du am Fairtrade-Siegel. Fairtrade setzt sich für den Schutz von Mensch und Umwelt im kleingewerblichen Bergbau ein und ermöglicht, dass die Minenarbeiter*innen ihre wirtschaftliche und soziale Situation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern können. Damit ihre finanzielle Absicherung gewährleistet ist, erhalten sie für ihr Gold beispielsweise einen Mindestpreis von 95 % des von der London Bullion Market Association festgelegten Weltmarktpreises.

Conflict Free Gold Standard

Mit dem Conflict Free Gold Standard (CFGS) hat auch der Interessenverband der Goldindustrie Standards erarbeitet, mit deren Hilfe Goldproduzent*innen sicherstellen können, dass ihr Gold nicht zur Finanzierung bewaffneter Gruppen oder Menschenrechtsverletzungen beiträgt. Laut Bundesumweltamt werden etwa 23 % des weltweiten Goldes entlang dieser Standards gefördert.

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