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Kind spielt mit maritimen Holzspielzeug auf weißem Tisch.
©pexels/cottonbro

Nachhaltiges Spielzeug: Augen auf beim Spielsachenkauf

Spielzeug kann die Entwicklung von Kindern positiv beeinflussen. Doch beim Kauf gibt es einiges zu beachten. Denn die Spielsachen sollten nicht nur pädagogisch sinnvoll, sondern auch frei von Schadstoffen und altersgerecht sein. Auch das Thema Nachhaltigkeit ist hier von Bedeutung. Wir geben Tipps für eine umweltfreundliche Spielzeugkiste.

Gesundheitlich unbedenkliches Kinderspielzeug

Babys und Kleinkinder setzen beim Spielen all ihre Sinne ein. Schnell landen die Spielfiguren dabei auch mal im Mund. Daher ist es wichtig, dass das Spielzeug keinen gesundheitlichen Schaden verursachen kann und frei von Schadstoffen ist. Sichergestellt wird das durch die EU-Spielzeug-Richtlinie und zusätzliche strenge Grenzwerte in Deutschland. Alle Spielsachen, die auf dem Markt erworben werden können, müssen diesen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Insbesondere im Online-Handel kann es natürlich vorkommen, dass Händler*innen aus dem Ausland unbemerkt gegen Richtlinien verstoßen. Gerade hier ist deshalb Vorsicht geboten. Darüber hinaus sollten Eltern bei der Auswahl von Spielzeug aber auch selbst auf ihre Sinne hören. So ist beispielsweise bei einem chemischen Geruch Vorsicht geboten. 

Holzspielzeug statt Kunststoff

Wer Öko Spielzeug sucht, ist mit Spielsachen aus Holz als natürlich nachwachsender Rohstoff auf dem richtigen Weg. Produkte, die vollständig aus Echtholz bestehen, sind stabil und langlebig. Wichtig ist, dass die Produkte nicht aus Tropenholz hergestellt wurden, da ein Großteil illegal gerodet wird und dafür ganze Regenwälder zerstört werden. Die richtige Wahl ist Holz, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Orientierung gibt hier die FSC-Zertifizierung.  
Vorsicht: Holz ist nicht gleich Holz. Oft sind Produkte mit Lacken, Kleber oder Farben versehen, die gesundheits- und umweltschädlich sein können.

Wann ist Spielzeug wirklich nachhaltig?

Nachhaltigkeit umfasst viele Dimensionen. Neben Umwelt und Gesundheit spielen auch Herkunft, Produktion, Sinnhaftigkeit und Qualität der Produkte eine wichtige Rolle. Auch beim Spielzeug gilt daher: Qualität statt Quantität. Vor jeder Anschaffung lohnt es sich, zu fragen, ob das Spielzeug wirklich gebraucht wird, ob es einen pädagogisch sinnvollen Beitrag leisten kann und wie lange damit wohl gespielt wird. Doch: Wie viel Spielzeug braucht ein Kind eigentlich? Expert*innen zufolge nicht viel. Denn ein Überangebot dämpft die natürliche Neugierde und Erkundungslust von Kindern. Eine Reizüberflutung erkennen Eltern z. B. an einer geschwächten Konzentration, verminderter Kreativität oder Desinteresse am Spielen. Tipp: Wer seinem Kind Abwechslung bieten, es aber nicht mit Spielwaren überladen will, kann Spielzeug auch einfach mieten statt kaufen.

Wie bereits erwähnt, ist auch die Produktion ein wichtiger Punkt. Wie und wo wurde das Spielzeug hergestellt, wurden soziale und ökologische Standards eingehalten und welche Transportwege hat das Produkt hinter sich? Informationen liefern die Herstellerwebsite und offizielle Qualitätssiegel wie WTFO oder GOTS. Ein konkretes Siegel für eine faire und umweltfreundliche Spielwarenproduktion wird derzeit von der Fair Toys Organisation (FTO) erarbeitet.

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