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Nachhaltigkeit im Sportverein: Das kann dein Verein tun

Ob Fußball, Segeln, Fechten oder Kegeln: Sport im Verein ist für viele von uns ein wichtiger Bestandteil des Alltags. Er hält uns fit und schafft ein Gefühl von Zusammenhalt. Wo viele Menschen gemeinsam einem Hobby nachgehen, schlummert auch großes Potential, um nachhaltige Impulse zu setzen. Wie Nachhaltigkeit im Sportverein funktioniert? Wir zeigen dir, was dein Verein tun kann, um seine Mitglieder für den Umweltschutz zu sensibilisieren.

Mobilität: Umweltgerechte Anreize setzen

Ob zu Wettkämpfen, Turnieren, Spielen oder dem Training: Wer Sport treibt, muss regelmäßig von A nach B kommen. Aus ökologischer Sicht ein relevanter Beitrag zur Klimabilanz, wenn man bedenkt, dass rund 24,3 Mio. Deutsche Mitglied in einem Sportverein sind. Ermutigt eure Vereinsmitglieder daher, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Sportstätte zu kommen. Ein überdachter Abstellplatz für Fahrräder an Sportstätten kann hier Anreize setzen. Gründet für Auswärtsturniere Fahrgemeinschaften oder setzt euch dafür ein, dass eure Vereinsmitglieder Rabatte im öffentlichen Nahverkehr erhalten. Außerdem kann es sich lohnen, die Trainingszeiten an den Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel anzupassen, um eine umweltbewusste Anfahrt zu erleichtern.

Energie: Ressourcenschonend und kostensparend

Nicht nur aus ökologischer Sicht ist die Anschaffung energieeffizienter Geräte für das Vereinsheim eine Überlegung wert. Auch die Vereinskasse wird auf diese Weise langfristig entlastet. Denn die Strom- und Wasserkosten reduzieren sich erheblich, wodurch sich die Neuanschaffung schon nach wenigen Jahren rechnet. So verbraucht ein Kühlschrank der Klasse A++ (+) bis zu 70 % weniger Strom als ein altes Gerät. Wechselt für euer Vereinsgebäude außerdem zu einem Ökostrom-Anbieter, der auf erneuerbare Energien setzt. Oder noch besser: Nutzt eine Solaranlage, um eure eigene Energie zu erzeugen. Auch mit einer professionellen Wärmedämmung für euer Vereinsheim könnt ihr einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Heizkosten erheblich reduzieren.


Zu guter Letzt können auch kleine, leicht umsetzbare Maßnahmen viel bewirken. Steuert die Beleuchtung eures Vereinsgeländes über Bewegungsmelder oder gestaltet Stromsparplakate mit Energiespartipps, die ihr gut sichtbar im Vereinsheim aufhängt. Weitere große und kleine Ideen zur Energieeinsparung findet ihr hier.

 

Versorgung: Regional und Bio

Eine Bratwurst gehört für viele Zuschauer auf den Sportplatz wie ein kaltes Getränk. Da die Fleischproduktion allerdings maßgeblich zur Emission klimaschädlicher Gase beiträgt, kann der CO2-Fußabdruck des Vereins durch ökologische Alternativen verringert werden. Bei der Bratwurst sind regionale Würste in Bio-Qualität eine gute Wahl. Diese unterliegen strengen Kontrollen, dürfen nur ohne den Einsatz von chemischem Dünger oder Pflanzenschutzmitteln produziert werden und gewährleisten, dass die Tiere artgerecht gehalten wurden. Ihr seid auf der Suche nach neuen Sponsoren oder Partnern? Fragt doch einmal die lokale Metzgerei vor Ort an, ob sie offen für eine Zusammenarbeit ist.

Umweltschutz: Verzicht auf Mikroplastik

Auch wenn Kunststoffrasenplätze das ganze Jahr über genutzt werden können, bringen sie ein großes Problem mit sich: Denn das Kunststoffgranulat, mit dem der Rasen verfüllt wird, gelangt durch den Spielbetrieb sowie Wind und Wetter in die Umwelt. Auch durch die Waschmaschine gelangen in der Kleidung verbliebene Teilchen in unsere Gewässer. Um den Austrag von Mikroplastik zu vermeiden, kannst du als Sportler*in darauf achten, deine Schuhe und Kleidung vor dem Verlassen des Platzes immer gut abzuklopfen bzw. auszuleeren. Gleiches gilt für die verwendeten Sportgeräte. Auch Schmutzfangmatten, Gitterroste und Schuhreinigungsstationen verhindern, dass Kunststoffgranulat in die Umwelt gelangt. Als eine mögliche, umweltgerechte Alternative empfiehlt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) Korkgranulat.

3 schnelle Alltagstipps für mehr Nachhaltigkeit in deinem Sportverein

1. Reduziert Verpackungsmüll und ersetzt ihn durch recycelte Produkte. Achtet darauf, immer ordnungsgemäß zu trennen.


2. Ersetzt Einwegteller, -besteck und -tassen durch Mehrweg-Geschirr aus Keramik oder Metall.


3. Achtet bei der Anschaffung von Sportartikeln und -bekleidung auf Herkunft sowie Produktion und stellt die Langlebigkeit in den Fokus.


Weitere Handlungsempfehlungen für mehr Nachhaltigkeit in eurem Sportverein sowie einen Leitfaden, der euch Schritt für Schritt bei der Umsetzung eurer Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt, findet ihr per Klick.  

 

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