Anzeige
Frau in Unterwäsche sitzt auf einem Bett, neben ihr liegt ein Buch.

OrganiCup - The #NewPeriod

OrganiCup – das ist die nachhaltige Lösung für die Periode. Das Unternehmen aus Kopenhagen verfolgt seit 2012 das Ziel, die Periode für alle nachhaltiger zu gestalten. OrganiCup verzichtet auf herkömmliche Einweg-Periodenprodukte wie Tampons und Binden und vermeidet so eine große Menge Müll. Die Lösung ist so einfach, wie genial: Menstruationstassen aus Silikon, die mehrmals wiederverwendet werden können. Mit dieser Produktidee etabliert sich OrganiCup nicht nur als Vorreiter am Perioden-Markt, das Unternehmen bringt das Thema auch in die Mitte der Gesellschaft.

Motivation hinter OrganiCup

Eine Studie des britischen Guardian ergab, dass 1 von 5 Mädchen in Großbritannien aufgrund ihrer Periode gemobbt wird. Auch in Deutschland werden Tampons und Binden im Geheimen weitergereicht, als handelt es sich um verbotene Objekte. Über Unwohlsein und andere körperliche und mentale Reaktionen auf die Periode wird auch unter menstruierenden Menschen nur wenig und wenn, dann meist hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Das vermeintliche Stigma ist allgegenwärtig.

OrganiCup will dem ein Ende bereiten und alle menstruierenden Personen dabei unterstützen, sich während der Periode stark und wohlzufühlen. Um das zu erreichen, hat OrganiCup ein Produkt entwickelt, dass hygienisch, gesund und noch dazu umweltfreundlich ist.

OrganiCup Menstruationstassen stehen auf einer orangefarbenen Box.

Herkömmliche Hygieneprodukte & Verbesserungspotential

Innerhalb von zwei Jahren verbraucht eine Person bis zu 530 Binden und Tampons. Diese große Menge an entstehendem Abfall, kann mit nur einem OrganiCup ersetzt werden. Doch nicht nur als Mehrwegprodukt überzeugt die Menstruationstasse, auch in ihrer Herstellung kann sie ökologisch Punkten: Allein bei der Gewinnung der Baumwolle für herkömmliche Binden und Tampons kommt eine Vielzahl an Pestiziden und Insektiziden zum Einsatz, die sich maßgeblich auf die Umwelt auswirken. Auch sind in vielen Hygieneartikeln Chemikalien enthalten, die nicht nur in den Körper aufgenommen werden können, sondern bei falscher Entsorgung auch ins Grundwasser gelangen. Enthaltene Plastikverpackungen und -fasern sorgen dafür, dass es ca. 500 Jahre dauert, bis sich eine Binde oder ein Tampon von selbst abgebaut haben.

Warum ist OrganiCup nachhaltig?

Bei OrganiCup ist weniger mehr: Das Produkt verzichtet komplett auf Plastik. Die Menstruationstasse besteht aus flexiblem Silikon, das dafür benötigte Quarz ist eine Sandart, die in der Erdkruste besonders häufig vorkommt. Damit wird das empfindliche Gleichgewicht der Umwelt durch den Abbau nicht gestört. Bei der Produktion des Cups entfallen chemische Farbstoffe und auch die Verpackung kommt ohne unnötige Zusätze aus: Nutzer*innen finden die Gebrauchsanweisung für den Cup nicht auf einem Beipackzettel, sondern direkt auf dem kleinen, recycelbaren Karton – oder eben auch im Video.

OrganiCup spricht die Dinge an

In seiner Kommunikation geht das Unternehmen offen mit Begriffen wie „Periode“ und „Menstruation“ um. Noch heute ist das in den Medien keine Selbstverständlichkeit. Viel zu häufig wird die Periode mit blumigen Floskeln umschrieben; um die Saugfähigkeit von Binden und Tampons zu demonstrieren, dient blaue Farbe als optischer Platzhalter. Nicht so bei OrganiCup, dort sieht man Rot! Das ist ein mutiger, aber wichtiger Schritt, für den das Unternehmen nicht nur positives Feedback erhält. Doch OrganiCup bleibt dabei und leistet damit einen wichtigen Beitrag im Perioden-Diskurs.

Ein Spiegel liegt auf dem Bett, in der Spiegelung ist eine Hand mit Menstruationstasse zu sehen.

Einsatz für mehr Aufklärung

Mit seiner Initiative Taboo: Global Periods setzt sich das Unternehmen für mehr Bildung rund um das Thema Periode ein. Menstruierende Personen aus der ganzen Welt erzählen von ihren persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit dem Heranwachsen und der Monatsblutung. Der Fokus der Initiative liegt einerseits darin herauszufinden, wie unterschiedliche Kulturen mit dem Thema umgehen, will andererseits aber auch mehr Aufklärung anstoßen. Weiterhin arbeitet OrganiCup verstärkt mit Gesundheitsexpert*innen zusammen. In diesem Austausch holt sich das Unternehmen nicht nur Rat ein, sondern gibt das Expert*innenwissen auch weiter, um Periodenbildung voranzubringen.

OrganiCup und LENA

Das Ziel von LENA ist es, Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben mit einfachen Mitteln nachhaltiger zu gestalten. Dieses Ziel verfolgt auch OrganiCup: Genau wie wir, möchte das Unternehmen Veränderung in den Alltag der Menschen bringen, zum Wohle von uns und der Umwelt. OrganiCup beweist dabei, dass es manchmal gar nicht viel Veränderung braucht, wenn die Lösung im Detail steckt – zum Beispiel in Form eines wiederverwendbaren Hygieneproduktes.

Eine Hand greift zu einer Menstruationstasse, dahinter steht ein Spiegel.

LENA im Gespräch

Eure Mission heißt #NewPeriod – welche Bereiche der Periode will OrganiCup mit seinem Produkt und seiner Initiative revolutionieren?

Wir möchten positive Veränderungen in den Bereichen Umwelt, Kultur und Soziales bewirken. Das heißt konkret

  • Eine nachhaltige Alternative zu Einwegprodukten wie Tampons und Binden bieten
  • Das Thema Periode entstigmatisieren und normalisieren
  • Periodenarmut bekämpfen, indem wir sichere Periodenprodukte zugänglich machen

Wir decken alle drei Bereiche vor allem durch ausreichend Information und Aufklärungsarbeit ab, denn bis heute sind Perioden in fast allen Kulturen von Stille, Mythen und Tabus umgeben. 48% der Mädchen in Großbritannien schämen sich für ihre Periode (Quelle: Plan International UK), 70% der Mädchen in Indien haben vor ihrer ersten Periode noch nie von Menstruation gehört (Quelle: WASH United) und nur ein Bruchteil der Menstruierenden weiß, was eigentlich in den traditionellen Periodenprodukten enthalten ist.

Wir glauben, dass der Zugang zu sicheren und hygienischen Produkten ein grundlegendes Menschenrecht ist und werden nicht aufgeben, bis Perioden nirgendwo mehr tabu sind.

Herkömmliche Werbung zeigt die Periode mit blauer Farbe, visuell ist alles hell und clean. Ihr geht das mit eurer Kommunikation offener an und zeigt auf Social Media z.B. rote Flüssigkeiten in euren Menstruationscups. Wie unterscheidet sich eure Kommunikation und welche Reaktionen bekommt ihr darauf?

Das Entsetzen über die blaue Farbe als Periodenblut in Werbeanzeigen ist groß. Vor allem in unserer heutigen Gesellschaft, wo Body Positivity und Sexual Wellness für Umschwung sorgen. Dennoch ist der Menstruationstassenmarkt überflutet von bunten Cups. Gelb, Pink, Glitzer… Seit unserer Gründung 2012 haben wir uns bewusst gegen künstliche Farbstoffe entschieden und nutzen die rote Flüssigkeit in unserem Content, um Perioden zu normalisieren. Das wird grundsätzlich sehr gelobt und durchaus positiv aufgenommen. Unser ehrlicher und authentischer Umgang mit diesem Thema ist sicherlich ein wichtiger Grund, warum unsere Community so stark gewachsen ist und sich unsere NutzerInnen so gut mit uns identifizieren können. Natürlich gibt es aber auch noch viele Menschen, die sich vor Menstruationsblut ekeln, die Periode schamhaft finden. Unsere Arbeit ist somit noch längst nicht getan…