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Zwei Hände halten ein Stück Leder, auf dem Tisch darunter liegen weitere Lederstücke.
©istock/AnnaStills

Was ist veganes Leder? Pflanzliche Alternativen zur Tierhaut

Alternativen zu Leder aus Tierhaut sind gefragt wie nie. Kein Tierleid, weniger Chemikalien und ein geringerer Wasserverbrauch sind nur drei der Gründe, die für veganes Leder sprechen. Und das Angebot pflanzlicher Ledervarianten ist groß. Wir stellen dir eine Auswahl an nachhaltigen veganen Ledern vor.

Leder aus Pflanzen

Pflanzenfasern sind eine gute Basis für veganes Leder. Richtig verarbeitet ist es genauso widerstandsfähig und anschmiegsam wie Tierleder. Gewonnen wird das Material aus Blättern, Haut oder Rinde. Dabei wird oftmals auf Abfälle und Reste zurückgegriffen, die bei Anbau und Ernte übrig bleiben. So kann das ganze Gewächs für eine nachhaltige Produktion genutzt werden. Beispiele für Pflanzen, die zu Leder verarbeitet werden, sind Eukalyptus und Teakblätter.

Fruchtiges Leder

Ananasleder wird aus den Fasern der Pflanzenblätter hergestellt. Sie bleiben nach der Ernte übrig und werden getrocknet. Gemischt mit einer Maismasse und maschinell gepresst, entsteht so veganes Leder aus Ananas. Aber auch andere Früchte liefern den passenden Rohstoff für pflanzliches Leder. So werden entsaftete Äpfel oder Weintrauben ebenfalls als Basis für Ledervarianten verwendet. Auch die Haut und Schale von Mangos oder Bananen kann für die Lederproduktion genutzt werden.

Viele Ananas liegen quer.
©unsplash/Daniele Franchi

Von Stacheln und Pilzen

Kakteen sind nicht nur zähe Pflanzen, die mit wenig Nährstoffen auskommen. Aus den Blättern des Nopal-Kaktus lässt sich auch veganes Leder produzieren. Da die Kakteen wenig Wasser zum Wachsen benötigen, ist diese Ledervariante besonders nachhaltig. Von einer anderen Pflanze wiederum sind es nicht die Blätter, die verwertet werden: Die Wurzeln von Pilzen bilden ein weiches und strapazierfähiges Material, das sich gut für die Weiterverarbeitung zu veganem Leder eignet.

Kaffee, Kork und Papier

Kaffee kann mehr als gedacht. Richtig kombiniert wird aus alten Kaffeebohnen, Kaffeepflanzen und Naturkautschuk ein veganes Leder. Noch ein guter Lieferant von nachhaltigem Material ist die Korkeiche. Die nachwachsende Rinde ist weich und robust – genau die passende Kombination für ein Lederimitat. Aber auch Papierleder ist eine echte Alternative zum tierischen Produkt. Es ist flexibel und wird mit der Benutzung immer weicher und anschmiegsamer.

Veganes Leder – aus jeglichem Material – findet heute schon Verwendung in vielen verschiedenen Produkten. Egal ob Schuhe, Kleidung oder Möbel, veganes Leder ist eine ernstzunehmende Alternative zu herkömmlichem Leder. Im LENA Shop finden sich einige Taschen und Accessoires aus der veganen Alternative.

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