Frau bedient eine smarte Heizung um Energie im Herbst und Winter zu sparen.
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Energiesparen im Haushalt: 4 nachhaltige Tipps für Herbst und Winter

Kaum ein Thema beschäftig uns in Deutschland derzeit mehr als die Energieknappheit und die damit einhergehenden hohen Kosten. Insbesondere mit Blick auf den Winter sollten wir jetzt Energiesparen, wo immer es geht. Dabei verbergen sich häufig zahlreiche Stromfresser und Wärmebrücken im Haushalt, die großes Einsparpotenzial bieten. Wir haben effektive Tipps gesammelt, mit denen du im Alltag schnell und einfach Energie und Geld sparen kannst. Damit hilfst du gleichzeitig der Umwelt, denn Energiesparen bedeutet auch Klimaschutz.

1. Die Heizung runterdrehen

Die Heizung verursacht mit rund 70 % die größten Energiekosten im Haushalt. Hier kannst du viel sparen. Zum einen sollten die Heizkörper immer frei stehen, bei geöffnetem Fenster ausgeschaltet und regelmäßig entlüftet werden. Zum anderen lohnt es sich, die Heizung herunterzudrehen. Denn jedes Grad macht einen Unterschied. Das Umweltbundesamt empfiehlt eine Raumtemperatur von 20 °C im Wohnbereich, 18 °C in der Küche und 17 °C im Schlafzimmer. Mit smarten Thermostaten kannst du die Temperatur optimal regulieren.

2. Heizung & Fenster dämmen

Häufig verstecken sich sogenannte Wärmebrücken in Heizkörpernischen. Diese findet man meist in älteren Bauwerken, wo der Heizkörper unter der Fensterbank verschwinden und nicht im Weg sein sollte. Diese können jedoch einen Wärmeverlust und hohe Heizkosten verursachen. Abhilfe kann eine DIY-Dämmung aus einer aluminiumbeschichteten Styroporplatte schaffen. Weitere Wärmebrücken befinden sich oft an älteren Fenstern und Türen. Um den Wärmebrücken entgegenzuwirken, gibt es selbstklebende Dichtungsbänder für Fensterrahmen, Zugluftstopper für Türen und Fensterfolien für eine verbesserte Isolierung von innen.

3. Strom sparen beim Kochen

Achte darauf, Töpfe und Pfannen beim Kochen immer auf der richtigen Platte zu erhitzen und mit dem passenden Deckel zu verschließen. Denn das Kochen ohne Deckel verbraucht rund 30 % mehr Energie. Greife zudem am besten zu einem Schnellkochtopf. Mit diesem kannst du bis zu 50 % Energie sparen. Darüber hinaus solltest du immer nur so viel Wasser erhitzen, wie du auch benötigst. Vor allem zum Garen brauchst du in der Regel nur wenige Zentimeter Wasser. Dabei kannst du Herd und Ofen auch rund 5 – 10 Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten und für die verbleibende Zeit die Restwärme nutzen. Außerdem lässt sich mit kleineren Geräten Strom sparen. Erhitze das benötigte Wasser also lieber im Wasserkocher als auf dem Herd und nutze, wenn möglich, die Mikrowelle statt das Kochfeld.

4. Der richtige Umgang mit Kühlgeräten

Zunächst einmal sollten Kühl- oder Gefrierschrank nicht direkt neben einer Heizung oder anderen wärmeabgebenden Geräten stehen. Achte zudem generell darauf, dass sich keine Eisschicht bildet. Denn dann kann der Energieverbrauch um bis zu 50 % steigen. Begünstigt wird die Eisbildung u. a. durch ständiges Öffnen und Schließen der Tür. Es empfiehlt sich, das Kühlgerät regelmäßig abzutauen. Auf diese Weise kannst du pro Jahr zwischen 15 und 45 % Energie einsparen. Zudem sollte die Temperatur immer richtig eingestellt sein. Hierzulande sind 7 °C im Kühlschrank in der Regel ausreichend. Reduzierst du die Temperatur um nur 1 °C, steigt der Stromverbrauch laut Verbraucherzentrale bereits um ca. 6 %.  

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