Bewachsenes Haus, auf dem Dach sind Photovoltaikanlagen.

Für wen sich eine private Photovoltaik-Anlage wirklich lohnt

Du möchtest Strom ohne Emissionen verwenden, deine Stromkosten senken, den Wert deiner Immobilie steigern und unabhängig von kommerziellen Energieversorgern sein? Dann denk doch mal darüber nach, deinen Strom selbst zu erzeugen. Photovoltaik-Module machen es möglich und sind dein Beitrag zum Umweltschutz – plus Rendite. Das Beste: Jede*r kann Photovoltaik nutzen, zum Beispiel auf dem Dach, dem Balkon oder im Gartenhaus.

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE vom Juni 2020 können neu errichtete PV-Anlagen grundsätzlich sowohl durch Einspeisung von Strom in das Netz als auch durch Eigenverbrauch Erträge bringen. Damit steigern sie den Wert einer Immobilie durch Kostensenkung und leisten gleichzeitig einen Beitrag zu CO2-neutraler Energieversorgung.

Damit eine private Photovoltaik-Anlage alle Vorteile erzielen kann, gibt es aber ein paar Punkte zu beachten.

Standort

Der Ertrag einer Anlage fällt in sonnenreichen Regionen deutlich höher aus als in Gegenden mit wenig Einstrahlung. Schneeauflage im Winter mindert den Ertrag.

Bauliche Voraussetzungen

Dein Hausdach

  • ist nach Süden ausgerichtet
  • ist asbestfrei
  • ist frei von Schatten durch Bäume oder Kabel (mindert die Leistung)
  • hat eine 30-Grad-Neigung

Stromverbrauch und Lastgang

Um einen möglichst hohen Eigenverbrauchsanteil zu erreichen, ist der Stromverbrauch deines Haushalts sowie dessen zeitliche Verteilung – der Lastgang – entscheidend. Nachts scheint die Sonne nicht. Läuft dann die Waschmaschine, ist das ungünstig.
Ein Wechselrichter mit Energiemanagement-Eigenschaften versorgt deine Geräte gezielt mit dem durch Photovoltaik erzeugten Strom, wenn diese laufen.

Den erzeugten Strom kann dann eine Batterie speichern. Inwieweit der Einbau eines Speichergerätes finanziell sinnvoll sein kann, ergibt sich beim Beratungsgespräch mit Expert*innen, zum Beispiel von Verbraucherzentralen.

Maximale Leistung

Um nicht als Energieversorger*in eingestuft zu werden, sollte deine private Photovoltaik-Anlage maximal 10 kWp (Kilowatt-Peak) leisten können.

Deine maximale Selbstversorgung mit Photovoltaik

Bei den vielen Faktoren, die Photovoltaik bestimmen, ist eine konkrete Berechnung nur anhand all deiner individuellen Werte möglich. Grob lässt sich sagen: Ein Einfamilienhaus mit einer Photovoltaik-Anlagenleistung von einem Kilowatt pro 1.000 kWh Strombedarf kann einen Eigenverbrauchsanteil von 30 % erzielen.

Wird zusätzlich ein Speicher für eine Kilowattstunde pro 1.000 kWh Strombedarf installiert, lässt sich der Eigenverbrauchsanteil auf 60 % steigern. Bei einem Strompreis von durchschnittlich 29,88 € und 3.000 kWh Verbrauch pro Jahr wären das knapp 600 € Ersparnis.

Gut zu wissen

Photovoltaik-Technik wandelt die Energie des Sonnenlichts in elektrische Energie um. Du erzeugst also deinen eigenen Solarstrom und der ist weitaus günstiger als jeder Stromtarif. Hier zahlst du im Schnitt immerhin das Doppelte oder Dreifache.