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Ich ernähre mich ausschließlich vegan.

Wenn du dich vegan ernährst und keinerlei tierische Produkte zu dir nimmst, kannst du ca. 1.237 kg CO2 pro Jahr einsparen, was rund 7.276 gefahrenen Kilometern mit dem Auto entspricht. Zudem kannst du ganze 766.480 l Wasser einsparen, was über 3.832 gefüllten Badewannen entspricht.

Deine Ersparnis pro Woche für mehr Nachhaltigkeit

CO2 Icon Blatt
23,788 kg CO2
Wasser Icon
14.740,385 l Wasser
Natur Icon Bäume
19,077 qm Natur
Tiere Icon Schwein
0,025 Tierleben

Vegane Ernährung: (k)ein moderner Trend

Menschen, die sich vollständig vegan ernähren, verzehren keinerlei tierische Produkte. Das bedeutet, zusätzlich zum vegetarischen Speiseplan, werden Lebensmittel aus tierischen Erzeugnissen weggelassen. Dazu gehören beispielsweise Ei, Milch oder Honig und Speisen, die diese enthalten. Eine vollständig vegane Ernährung rückt zunehmend ins Bewusstsein der Bevölkerung. Im Gegensatz zu früheren Zeiten wird man heute zunehmend besser verstanden, wenn man sich komplett vegan ernährt.

Die Zahlen sprechen für sich: von 2016 bis 2021 hat sich die Anzahl der vegan lebenden Personen in Deutschland nahezu verdoppelt – aus 0,8 Millionen wurden 1,41 Millionen. Übrigens: der Begriff „vegan“ entstand schon 1944 mit der Abspaltung der Vegan Society von der Vegetarian Society. Ihr Gründer, Donald Watson, wählte zuerst den Begriff „total vegetarian“ und meinte damit all jene Vegetarier*innen, die auch Milch- und Eiprodukte vermieden. Laut der Vegan Society lebt der Veganismus den Vegetarismus konsequent zu Ende, weshalb schließlich die Wortneuschöpfung „vegan“ erfunden wurde, die die Abgrenzung der beiden Richtungen noch deutlicher macht.

weiß was

Wer vegan lebt, lebt umweltfreundlich und gesund

Auch in früheren Kulturen standen neben religiösen Aspekten schon ökologische Ansätze hinter einer fleischlosen Lebensweise. Eine vegane Ernährungsart mindert das Tierleid in einem höheren Maß, als es die vegetarische Ernährungsweise schafft: oft zögert sich die Schlachtung der Tiere nur hinaus, weil sie vorher für Produkte wie Milch oder Eier benötigt werden. Das bedeutet also, man kann dem nur entgegenwirken, wenn man vollständig auf tierische Produkte verzichtet. Eine vegane Lebensweise schmälert außerdem den Anteil der weltweiten Emissionen, die durch Nutztierhaltung verursacht werden. Neben Lebensmitteln kann man ebenfalls darauf achten, dass Kosmetika, Kleidung oder Möbel frei von tierischen Bestandteilen und ohne Tierversuche produziert wurden. Im Vergleich zu einer fleischhaltigen Ernährung wird durch eine vollständig vegane Lebensweise gerade einmal die Hälfte an CO2 emittiert.

Selbstverständlich unterscheiden sich derartige Berechnungen je nach der individuellen Ernährungsweise, also beispielsweise welche Sorten Fleisch verstärkt konsumiert werden.

Auch gesundheitlich bietet eine vegane Ernährung Vorteile. Befolgt man fachlich kompetente Ratschläge, kann man dank ihr diverse Krankheiten vorbeugen: So verringert sich beispielsweise das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte, Krebs, Diabetes oder Gicht.  Auch Antibiotika-Resistenzen treten bei Veganer*innen seltener auf als bei Vegetarier*innen und Menschen die auch tierische Produkte zu sich nehmen.

Allerdings sollte insbesondere bei einer veganen Ernährungsweise eines nicht unter den Tisch fallen: Eine geplante Nährstoffverteilung ist essenziell! Nur eine ausgewogene, abwechslungsreiche vegane Kost kann einen Mangel an Nährstoffen wie Omega-3-Fettsäuren, Calcium, Jod oder Eisen vorbeugen. Vitamin B12 kann vor allem durch tierische Produkte aufgenommen werden, wobei allerdings zu beachten ist, dass auch Tiere es durch ihre Nahrung zugeführt bekommen und meist nicht selbst produzieren können. Sobald man als Veganer*in auf tierische Produkte verzichtet, sollte man über Vitamin B12 als Nahrungsergänzungsmittel nachdenken, wobei eine Ärztin oder ein Arzt unterstützend zur Seite stehen kann.

Statistische Daten: Vegane Ernährung

1.315 kg Jährliche CO2-Emissionen pro Kopf verursacht durch eine vegane durchschnittliche Ernährungsweise (nach den Vorgaben von EAT-Lancet)

WWF (2021): Klimaschutz, landwirtschaftliche Fläche und natürliche Lebensräume

2.552 kg Jährliche CO2-Emissionen pro Kopf verursacht durch die derzeitige durchschnittliche Ernährungsweise (nach den Vorgaben von EAT-Lancet)

WWF (2021): Klimaschutz, landwirtschaftliche Fläche und natürliche Lebensräume

0,632 kg Durchschnittliche erzeugte CO2-Emissionen pro kg Fleisch (Durchschnitt aus Fleischwaren aus Rind, Schwein, Geflügel)

WWF (2021): Klimaschutz, landwirtschaftliche Fläche und natürliche Lebensräume

55,35 kg Durchschnittlicher Fleisch und Wurstkonsum pro Kopf in Deutschland

WWF (2021): Klimaschutz, landwirtschaftliche Fläche und natürliche Lebensräume

6,47 kg Durchschnittlicher Fischkonsum pro Kopf in Deutschland

WWF (2021): Klimaschutz, landwirtschaftliche Fläche und natürliche Lebensräume

239 Stk. Durchschnittlicher Verzehr an Eiern pro Jahr pro Kopf in Deutschland

Statista (2021): Pro-Kopf-Konsum von Eiern in Deutschland

51,9 kg Durchschnittlicher Konsum von Kuhmilch pro Kopf pro Jahr in Deutschland

BMEL (2020): Verbrauch von Milch und Milchprodukten 2020

25,4 kg Durchschnittlicher Konsum von Käse pro Kopf pro Jahr in Deutschland

BMEL (2020): Verbrauch von Milch und Milchprodukten 2020

3.600 l Wasserfußabdruck einer durchschnittlichen Mischkost-Ernährung pro Tag

Arjen Y. Hoekstra (2012): The hidden water resource use behind meat and dairy

1.500 l Wasserfußabdruck einer durchschnittlichen veganen Ernährung pro Tag

Markus Keller (2017): Wie nachhaltig ist eine pflanzenbasierte Ernährung?

Diese Maßnahme vergleicht die derzeitige durchschnittliche Ernährungsweise in Deutschland mit tierischen Produkten mit einer veganen Ernährungsweise. Die Daten basieren auf den Werten einer WWF-Studie in Zusammenarbeit mit der corsus corporate sustainability GmbH und dem Institut für nachhaltige Land- und Ernährungswissenschaft. Die Einsparung von Wasser oder auch CO2 kann z.B. bei nicht-saisonalem oder unökologischem Anbau der Lebensmittel, von dieser Studie abweichen. Es ist von Relevanz, in welchen Anbaugebieten die Nahrung erzeugt wird, da sich bspw. die Wasserknappheit, Transportdistanzen, rechtliche Rahmenbedingungen für Düngemittel etc. abweichen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erforschte, dass ein hoher Fleischkonsum gesundheitlich bedenklich ist und Fleisch für eine ausgewogene Ernährung nicht notwendig ist. Zu beachten ist bei allen Ernährungsweisen jedoch, dass sie ausgewogen sind, so dass dem Körper alle nötigen Mikro- und Makronährstoffe, Vitamine, Eiweiß, Mineralstoffe und Spurenelemente in einer aufnehmbaren Form zur Verfügung stehen.

CO2: Die angenommene CO2-Ersparnis ergibt sich aus der Viehhaltung, Bewässerung der Pflanzen und Herstellung der Lebensmittel.

Landnutzung: Die Landnutzung ergibt sich aus der Viehhaltung, Bewässerung der Pflanzen und Herstellung der Lebensmittel.

Wasser: Der Wasserverbrauch ergibt sich aus der Viehhaltung, Bewässerung der Pflanzen und Herstellung der Lebensmittel.

Gesundheit: Für den Verzicht von Fleisch und Wurstwaren liegen eindeutige Studien zugrunde, dass dieser eine gesunde Ernährungsweise fördert, solange auf eine ausgewogenen Nährstoffverteilung geachtet wird.