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Ich ernähre mich ausschließlich vegetarisch.

Wenn du dich ausschließlich vegetarisch ernährst, kannst du in einem Jahr ca. 1.191 kg CO2 einsparen, was rund 7.012 gefahrenen Kilometern mit dem Auto entspricht. Zudem kannst du ganze 474.500 l Wasser einsparen, was rund 2.372 gefüllten Badewannen entspricht.

Deine Ersparnis pro Woche für mehr Nachhaltigkeit

CO2 Icon Blatt
22,923 kg CO2
Wasser Icon
9.125 l Wasser
Natur Icon Bäume
17,769 qm Natur
Tiere Icon Schwein
0,014 Tierleben

Was genau bedeutet vegetarische Ernährung?

Vegetarisch zu leben umfasst weit mehr als den bloßen Verzicht auf Fleisch: Vegetarier*innen ernähren sich zudem nicht von Fisch oder anderen Lebensmitteln, die aus Bestandteilen von Tieren verarbeitet werden. Vorsicht: Viele Produkte, von denen man es im ersten Moment nicht erwartet, sind nicht vegetarisch. Ein Beispiel sind Produkte aus Gelatine, die häufig aus Tierknochen gewonnen wird. Dazu zählen unter anderem Gummibärchen und Götterspeise, aber auch Säfte und Weine werden mit Gelatine geklärt. Auch werden viele Hartkäsesorten wie Parmesan von Vegetarier*innen nicht verzehrt, da sie tierisches Lab enthalten, welches aus den Mägen von Kälbern erzeugt wird. Da viele Laugenbrezeln traditionell mit Schweineschmalz gebacken werden, sind sie ebenso nicht für die vegetarische Ernährung geeignet wie einige Süßigkeiten oder Zahnpasta: für deren Einfärbung werden Läuse gekocht, getrocknet und zerdrückt. Der gewonnene rote Farbstoff E120, auch Karmin genannt, kommt auch in Kosmetikprodukten zum Einsatz. Im Gegensatz zur veganen Ernährung werden bei der vegetarischen Ernährung allerdings weiterhin tierische Erzeugnisse wie Milch, Honig oder Eier verzehrt.

weiß was

Utopie: Wenn alle Menschen Vegetarier wären …

Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Umwelt und auf das Klima: 14,5 % der weltweiten durch Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen stammen aus der Haltung und Verarbeitung von Tieren. Insgesamt betrachtet ist die heutige Ernährung für mehr als ein Viertel aller Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Gerade das Methangas, welches Rinder bei der Verdauung produzieren, ist rund 25-mal klimaschädlicher als CO₂.

Angenommen, alle Menschen würden sich rein vegetarisch ernähren, würde dies die ernährungsbedingten Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 63 % reduzieren. Eine weltweite Ernährungsumstellung würde auch viel Tierleid ersparen: 20 Milliarden Hühner, 1,5 Milliarden Kühe und je eine Milliarde Schafe und Schweine würden nicht mehr für die Fleischproduktion getötet werden. Werden keine Tiere mehr für die Fleischproduktion gehalten, würde eine Landfläche frei werden, die in etwa der Größe Afrikas entspricht.

Im Schnitt verzehrt jeder Deutsche über 60 kg Fleisch pro Jahr. Damit liegt Deutschland weit über dem globalen Durchschnitt von 43 kg. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt als eine gesundheitlich unbedenkliche Menge bis zu 31 kg Fleisch im Jahr. Um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal 2 Grad zu begrenzen, müsste der weltweite Fleischkonsum pro Kopf bis 2050 auf 16 kg Fleisch im Jahr sinken.

Aber in Deutschland zeigt sich eine positive Entwicklung: Die Zahl der Vegetarier*innen wächst kontinuierlich. 2017 ernährten sich rund 8 Millionen Menschen, also 10 % der Bevölkerung, vegetarisch. Auch bezeichnen sich immer mehr Menschen als Flexitarier*innen, das heißt, sie verzichten zwar nicht vollständig auf Fleisch, lehnen aber Produkte aus der Massentierhaltung ab und reduzieren ihren Konsum. Diese Entwicklungen zeigen, dass bereits ein Bewusstsein für eine klima- und umweltfreundlichere Ernährung existiert, wenngleich Vegetarier*innen noch deutlich in der Unterzahl sind.

Nicht jeder Mensch wird von heute auf morgen seine Ernährung umstellen. Doch bereits das Einhalten einer fleischarmen und bewussten Ernährung oder das Integrieren von fleischfreien Tagen ist ein wichtiger Schritt hin zur bewussten und umweltfreundlichen Ernährung. Allein der Kauf von Fleischersatzprodukten und/oder Bio-Fleisch lässt langfristig die Nachfrage nach solchen Produkten und deren Produktion steigern. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass die Nachfrage nach Fleisch aus Massentierhaltung und dessen Produktion sinkt.

Statistische Daten: Vegetarische Ernährung

2.552 kg Jährliche CO2-Emissionen pro Kopf verursacht durch die derzeitige durchschnittliche Ernährungsweise (nach den Vorgaben von EAT-Lancet)

WWF (2021): Klimaschutz, landwirtschaftliche Fläche und natürliche Lebensräume

1.360 kg Jährliche CO2-Emissionen pro Kopf verursacht durch eine vegetarische durchschnittliche Ernährungsweise (nach den Vorgaben von EAT-Lancet)

WWF (2021): Klimaschutz, landwirtschaftliche Fläche und natürliche Lebensräume

0,632 kg Durchschnittliche CO2-Emissionen pro kg Fleisch (Durchschnitt aus Fleischwaren aus Rind, Schwein, Geflügel)

WWF (2021): Klimaschutz, landwirtschaftliche Fläche und natürliche Lebensräume

55,35 kg Durchschnittlicher Fleisch und Wurstkonsum pro Kopf in Deutschland pro Jahr (Durchschnitt aus Fleischwaren aus Rind, Schwein, Geflügel, Wurst)

WWF (2021): Klimaschutz, landwirtschaftliche Fläche und natürliche Lebensräume

6,47 kg Durchschnittlicher Fischkonsum pro Kopf in Deutschland pro Jahr

WWF (2021): Klimaschutz, landwirtschaftliche Fläche und natürliche Lebensräume

3.600 l Wasserfußabdruck einer durchschnittlichen Mischkost-Ernährung pro Tag

Arjen Y. Hoekstra (2012): The hidden water resource use behind meat and dairy

2.300 l Wasserfußabdruck einer durchschnittlichen vegetarischen Ernährung pro Tag

Arjen Y. Hoekstra (2012): The hidden water resource use behind meat and dairy

Die Berechnung vergleicht die derzeitige Ernährungsweise in Deutschland mit einer Ernährungsweise ohne Fleisch und Fisch. Somit kann die Einsparung von Wasser oder auch CO₂ z.B. bei nicht-saisonalem oder unökologischem Anbau der Lebensmittel, von dieser Studie abweichen. Es ist von Relevanz, in welchen Anbaugebieten die Nahrung erzeugt wird, da bspw. die Wasserknappheit, Transportdistanzen, rechtliche Rahmenbedingungen für Düngemittel etc. abweichen können.

CO₂: Die Daten basieren auf den Werten einer WWF-Studie in Zusammenarbeit mit der corsus corporate sustainability GmbH und dem Institut für nachhaltige Land- und Ernährungswissenschaft

Landnutzung: Die Daten basieren auf den Werten einer WWF-Studie in Zusammenarbeit mit der corsus corporate sustainability GmbH und dem Institut für nachhaltige Land- und Ernährungswissenschaft

Wasser: Der Wasserverbrauch ergibt sich aus der Viehhaltung, Bewässerung der Pflanzen und Herstellung der Lebensmittel.

Gesundheit: Für den Verzicht von Fleisch und Wurstwaren liegen eindeutige Studien zugrunde, dass dieser eine gesunde Ernährungsweise fördert.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erforschte, dass ein hoher Fleischkonsum gesundheitlich bedenklich ist (https://www.dge.de/presse/pm/gut-fuer-die-gesundheit-viel-gemuese-und-obst-weniger-fleisch/) und Fleisch für eine aufgewogene Ernährung nicht notwendig ist. Zu beachten ist bei allen Ernährungsweisen, dass sie ausgewogen sind, so dass dem Körper alle nötigen Mikro- und Makronährstoffe, Vitamine, Eiweiß, Mineralstoffe und Spurenelemente in einer aufnehmbaren Form zur Verfügung stehen.