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Ich nutze eine wiederverwendbare Trinkflasche mit Leitungswasser.

Wenn du eine wiederverwendbare Flasche mit Leitungswasser nutzt, anstatt abgefülltes Wasser zu kaufen, kannst du pro Jahr ca. 180 kg CO₂ einsparen, was rund 1.060 gefahrenen Kilometern mit dem Auto entspricht. Zudem kannst du rund 3.605 l Wasser pro Jahr einsparen, was rund 18 gefüllten Badewannen gleichkommt.

Deine Ersparnis pro Woche für mehr Nachhaltigkeit

CO2 Icon Blatt
2,606 kg CO2
Wasser Icon
69,331 l Wasser
Müll Icon
0,262 kg Müll

Leitungswasser – in Deutschland bestes Trinkwasser

Es ist der ideale Durstlöscher: Wasser. Dabei ist es im Prinzip ganz egal, ob es aus der gekauften Flasche oder dem Wasserhahn stammt. Doch wer regelmäßig Wasser in Getränkekisten kauft und nach Hause transportiert, weiß um den körperlichen und finanziellen Aufwand. Im Vergleich zu Leitungswasser ist es deutlich teurer und auch klimaschädlicher. Tatsächlich ist die Klimabelastung durch Mineralwasser fast 600 mal höher als bei Leitungswasser. Die Ursache dafür liegt neben der Gewinnung und Verpackung des gekauften Mineralwassers vor allem in den Transportaufwendungen. Der bundesweite Umstieg von Mineral- auf Leitungswasser hätte eine CO₂-Einsparung zufolge, die in etwa dem 1,5-fachen des innerdeutschen Flugverkehrs vor der Corona-Pandemie entsprechen würde. Auch die Kosteneinsparung ist erheblich: So geht das Umweltbundesamt von einem landesweiten Preis von 0,5 Cent pro Liter für Leitungswasser aus, wohingegen das günstigste Mineralwasser beim Discounter ca. 13 Cent kostet.

Dabei ist das Wasser aus der Leitung in Deutschland überall zudem von sehr guter Qualität, da es eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel der Welt ist.

weiß was

Leitungswasser immer beliebter

Erfreulicherweise setzt sich Leitungswasser hierzulande immer stärker durch. So trinken mittlerweile rund ein Drittel der Befragten in Deutschland täglich Wasser aus dem Hahn. Und sie liegen richtig, denn deutsches Leitungswasser wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für Menschen aller Altersgruppen empfohlen.

Ein häufig vorgebrachtes Argument gegen Leitungswasser ist der geringe Mineralstoffgehalt. Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium und Sulfat spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Stoffwechselvorgängen im Körper und werden unter anderem über den Konsum von Wasser aufgenommen. Obwohl Leitungswasser unterschiedlich mineralisiert ist, kommen auch bei höherem Mineralstoffgehalt in kalkhaltigem Wasser vergleichsweise wenige Mineralstoffe bei den Verbrauchern an. Doch auch um mit Mineralwasser tatsächlich einen relevanten Beitrag zur täglichen Versorgung zu leisten, muss gezielt ein Produkt mit einem hohen Gehalt an Mineralien gewählt werden. Grundsätzlich gibt es von Seiten der Wissenschaft Kritik an der Bedeutung von Wasser als Mineralstoffquelle. Diese würden überwiegend mit fester Nahrung aufgenommen. Auch wenn Mineralwasser hier bei der Wahl eines entsprechend hoch mineralisierten Produktes gegenüber Leitungswasser im Vorteil ist, wird die Bedeutung von Wasser als Lieferant von Mineralien grundsätzlich hinterfragt. Also sollten Verbraucher*Innen in Sachen Mineralstoff-Versorgung lieber auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Wer hingegen wegen der fehlenden Kohlensäure auf Leitungswasser verzichtet, kann mit einem Wassersprudler für zu Hause einfach Abhilfe schaffen. Mithilfe einer Kohlensäure-Patrone versetzt dieser das Wasser aus der Leitung mit Kohlensäure. Beim Kauf sollte die einfache Nachkaufbarkeit der Kartuschen berücksichtigt werden. Außerdem empfiehlt die Verbraucherzentrale möglichst Glasflaschen, die spülmaschinenfest sind, zu verwenden. Insgesamt verzeichnen Wassersprudler bekannter Hersteller seit vielen Jahren zweistellige Wachstumsraten.

Statistische Daten: Trinkwasser

202 g CO2-Emissionen pro Liter in Deutschland abgefülltem Mineralwasser

GUTcert (2020): Vergleich des CO2-Fußabdrucks von Mineral- und Trinkwasser

0,35 g CO2-Emissionen pro Liter Leitungswasser

GUTcert (2020): Vergleich des CO2-Fußabdrucks von Mineral- und Trinkwasser

181,4 l Durchschnittlicher Konsum an Flaschenwasser pro Kopf in Deutschland pro Jahr

UBA (2019): Verbrauch von Getränken in Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen

1,86 l Durchschnittliche tägliche Trinkmenge pro Kopf pro Person in Deutschland

Statista (2019): Tägliche Flüssigkeitsaufnahme in Deutschland nach Geschlecht im Jahr 2019

5,3 l Wasserfußabdruck einer PET-Einwegflasche

FoodPrint (2020): The Water Footprint of your Water bottle

Diese Maßnahme bilanziert den Unterschied des täglichen Trinkkonsums durch abgefülltes, gekauftes Wasser in PET-Flaschen vs. Leitungswasser bezogen auf ein Jahr. Im Durchschnitt werden in Deutschland pro Kopf jährlich rund 181 l in abgepackten Wasserflaschen verbraucht. Für die Lebensdauer einer auffüllbaren Flasche wird zwei Jahre angenommen.


CO₂: Die CO₂-Emissionen entstehen hauptsächlich durch die Verpackung des gekauften Mineralwassers. Leitungswasser hat dagegen einen geringen CO₂-Fußabdruck und wird je nach Quelle auch mit 0 kg CO₂-eq bilanziert.


Wasser: Wasser wird hauptsächlich durch die Energiebereitstellung für die Verpackungsherstellung verbraucht.