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Ich tausche meine Kleidungsstücke.

Wenn du Kleidungsstücke tauschst, statt neue zu kaufen, sparst du innerhalb eines Jahres ca. 164 kg CO2 ein, was ca. 966 mit dem Auto gefahrenen Kilometern entspricht. Zusätzlich kannst du ca. 120 l Wasser einsparen, womit du über eine halbe Badewanne befüllen könntest.

Deine Ersparnis pro Woche für mehr Nachhaltigkeit

3,16 kg CO2
2,302 l Wasser
0,126 kg Müll

Kleiderkonsum verdoppelt sich alle 10 Jahre

Mal Hand aufs Herz: Wer hat sie nicht, die Schrankleichen, die ein- oder zweimal, manchmal auch gar nicht getragen wurden und dann in den Untiefen des Kleiderschranks verschwinden. Oft werden sie nur aufgehoben, weil sie zu schade zum Wegwerfen sind – und das, obwohl sie schon lange nicht mehr gefallen oder eventuell auch gar nicht mehr passen. Kein Wunder also, dass in der Regel etwa 40 % der Kleidung in unseren Schränken nur selten oder sogar nie getragen werden.

Ein Grund für die vielen Kleidungsstücke ist, dass wir aufgrund der günstigen Preise viel öfter Kleidung kaufen. Unser Kleiderkonsum verdoppelt sich inzwischen alle zehn Jahre. Laut Greenpeace kauft jede*r in Deutschland aktuell durchschnittlich 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr. Bei Jugendlichen ist die Anzahl sogar weit höher.

Das Traurige daran ist, wie selten wir die neuerworbenen Stücke dann auch wirklich tragen: Ein Oberteil zum Ausgehen haben wir beispielsweise gerade einmal 1,7 Mal an, bevor es in Vergessenheit gerät. Drei von vier Kleidungsstücken landen danach sogar direkt im Müll. Um die Kleidung nicht wegwerfen zu müssen, nutzen viele auch Altkleidercontainer oder -sammlungen in der Hoffnung ihren ehemaligen Lieblingsteilen ein neues Leben geben zu können: In Deutschland werden pro Jahr circa 1 Mio. t Altkleider auf diese Weise entsorgt.

weiß was

Kleidung tauschen, statt wegwerfen

Dabei ist es doch ganz einfach, diese Verschwendung zu stoppen und damit sowohl der Umwelt, als auch dem eigenen Geldbeutel etwas Gutes zu tun: Wie wäre es, nicht genutzte Kleidung zu tauschen, anstatt sie wegzuwerfen? Denn an vielen Dingen, die einem selbst nicht mehr gefallen, hat jemand anderes noch Interesse. Und als Dankeschön bekommst du vielleicht ein Teil, was du dir schon lange gewünscht hast – und das, ohne dafür Geld auszugeben. Somit frischst du nicht nur deinen Kleiderschrank auf, sondern sparst auch Ressourcen und produzierst weniger Müll.

Im Internet gibt es mittlerweile zahlreiche Tauschbörsen. Auch viele Facebook-Gruppen haben sich diesem Thema angenommen – hier gibt es sicher auch eine in deiner Nähe. Eine Alternative zu Online-Tauschbörsen sind Kleidertauschpartys, die in vielen Städten regelmäßig angeboten werden. Falls es in deiner Nähe kein Angebot gibt, könntest du für deine Freunde und Bekannte auch eine eigene Kleidertauschparty organisieren. Denn was dir nicht mehr gefällt, kann noch zum Lieblingsstück eines anderen werden.

Statistische Daten: Kleidertausch

12 kg Durchschnittliche CO2 Emission pro Kleidungsstück eines Kleidungsmixes aus Jeans, T-Shirt, Trainingshose, Daunenjacke, langes oberteil, Sweatshirt-Jacke, Acryl-Jacke

LENA-Berechnung

12,51 l Durchschnittliche Wasserverbrauch pro Kleidungsstück eines Kleidungsmixes aus Jeans, T-Shirt, Trainingshose, Daunenjacke, langes oberteil, Sweatshirt-Jacke, Acryl-Jacke

LENA-Berechnung

267 g Durchschnittliches Gewicht pro Kleidungsstück eines Kleidungsmixes aus Jeans, T-Shirt, Trainingshose, Daunenjacke, langes oberteil, Sweatshirt-Jacke, Acryl-Jacke

LENA-Berechnung

Die Maßnahme geht davon aus, dass 20 Kleidungsstücke im Jahr getauscht werden.

CO₂: Dieser Ersparniswert ergibt sich aus der CO2-Ersparnis eines Kleidermixes, der getauscht wurde, anstatt neu gekauft zu werden (Berechnung von LENA: Es wurde ein Durchschnittswert aus verschiedenen Kleidungsstücken gebildet). Anteilsmäßig wird dem neuen Besitzer entsprechend der restlichen Lebensdauer der Kleider ein Teil des CO2-Ausstoßes zugerechnet sowie der Fahrtweg zum Tauschpartner miteinbezogen. 

Wasser: Wassereinsparungen durch getauschte Kleidung, die nicht neu produziert werden.

Müllproduktion: Die Ersparnis an Müll ergibt sich daraus, dass neue Kleidung nicht gekauft wird und somit keine Müllproduktion entsteht.