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Ich upcycle meine alte Kleidung.

Wenn du deine alte Kleidung upcycelst, anstatt sie wegzuwerfen, kannst du ca. 0,5 kg CO₂ pro Jahr einsparen, was rund drei gefahrenen Kilometern mit dem Auto entspricht. Zudem kannst du rund 1.809 l Wasser pro Jahr einsparen, was rund neun gefüllten Badewannen gleichkommt.

Deine Ersparnis pro Woche für mehr Nachhaltigkeit

0,009 kg CO2
34,782 l Wasser
0,041 qm Natur
0,039 kg Müll

Verwendung ungebrauchter Kleidung

In vielen deutschen Haushalten zeichnet sich ein negativer Trend ab – die Kleiderschränke werden immer voller, doch lange nicht jedes Kleidungsstück, das darin zu finden ist, wird auch regelmäßig getragen. Laut Umfragen besitzt eine erwachsene Person in Deutschland circa 95 Kleidungsstücke. Aufgerechnet für ganz Deutschland ergibt dies eine Gesamtzahl von etwa 5,2 Milliarden Kleidungsstücken. Zu beachten ist hierbei allerdings: Ungefähr jedes fünfte Kleidungsstück wird so gut wie nie getragen!

Unsere Kleidung wird also zunehmend zur Wegwerfware, was ebenfalls aus Zahlen der Altkleiderwirtschaft ersichtlich ist. Laut diesen gelangen pro Jahr rund 1,1 Mio. t Textilien zur Straßensammlung oder in Altkleidercontainer. Doch nicht jedes dieser Kleidungsstücke wird anschließend wiederverwendet und beispielsweise an Bedürftige übergeben. Viele der Kleider werden entweder zu Produkten wie Putzlappen, Malervlies und Dämmmaterial verarbeitet, also downgecycelt, oder gleich verbrannt.

weiß was

Upcycling für eine saubere Umwelt

Wie schädlich dieser Massenverbrauch an Kleidung für unsere Umwelt ist, kann man sich leicht anhand der für die Herstellung einer Jeans verbrauchten Ressourcen ausrechnen. Allein für den Baumwollanbau und das Bleichen und Färben des Stoffs fallen bereits rund 6.000 l Wasser an. Diese Zahlen zeigen, dass es unser Ziel sein sollte, Kleidungsstücke so lange wie möglich im Kreislauf der Benutzung zu halten. Eine Möglichkeit, diesem Ziel näherzukommen, ist praktisches Upcycling.

Als Gegenbewegung zur Fast Fashion ist Upcycling der Inbegriff der sogenannten Slow Fashion – dahinter steht ein durch und durch nachhaltiger Gedanke. Upcycling lohnt sich ganz besonders bei den Kleidungsstücken, die ausrangiert werden sollen, obwohl sie nicht wirklich kaputt sind. Indem man sie aufbereitet oder umfunktioniert, haucht man ihnen sozusagen ein zweites Leben ein. Die Wichtigkeit dieser Denkweise erkennen zunehmend mehr Menschen: Pro Jahr werden rund 16 Kleidungsstücke aussortiert, von denen acht zum Upcycling geeignet wären.

Eine weitere gute Nachricht zum Thema Upcycling: Man muss keineswegs viel Erfahrung als Heimwerker*in mitbringen, um aus seiner Kleidung noch etwas richtig Praktisches zu zaubern. Warum nicht aus einem alten Hemd einen Kissenbezug machen oder einen Stoffbeutel als alternative Geschenkverpackung nutzen? Zahlreiche Online-Blogs bieten viele, kreative Ideen, wie man in Nullkommanichts etwas Sinnvolles aus alter Kleidung macht.

Statistische Daten: Kleidung up-cyclen

95 Stk. durchschnittliche Anzahl an Kleidungsstücken pro Person in Deutschland

Greenpeace (2015); Wegwerfware Kleidung

0.4 Anteil an Kleidungsstücken, die nie oder selten getragen werden

Greenpeace (2015); Wegwerfware Kleidung

4,70 kg Gewicht der Textilien, die pro Kopf pro Jahr entsorgt bzw. weggegeben werden

LABFRESH B.V. (2022); The Biggest Textile Waste Polluters in Europe

16 Stk. Anzahl der Kleidungsstücke, die jährlich pro Kopf in Deutschland zur Straßensammlung oder zum Altkleidercontainer gebracht werden

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. (Hrsg.) (2014); TRENDCHECK ALTKLEIDER - Mit Kleiderspenden sinnvoll helfen

8 Stk. Anzahl der Kleidungsstücke, die jährlich pro Kopf in Deutschland zur Straßensammlung oder zum Altkleidercontainer gebracht werden und wiederverwertet werden

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. (Hrsg.) (2014); TRENDCHECK ALTKLEIDER - Mit Kleiderspenden sinnvoll helfen

0,29 kg Gewicht eines durchschnittlichen Kleidungsstücks (Annahme: 60% Kunstfasern (Polyester, Polyamid, Olefin, Polyacrylnitril), 25% Baumwolle, 8,2% andere Naturfasern (z. B. Zellulose, Hanf), 1,8% Schurwolle, 5% Nickel (Reißverschluss, Nieten, Druckknöpfe))

LENA-Annahme auf der Basis von: CIRFS (Hrsg.) (2020); Production by Fibre

8,23 kg CO2-Verbrauch bei der Produktion von einer Tonne Kunstfasern

Cherrett, N. et al. (2005); Ecological Footprint and Water Analysis of Cotton, Hemp and Polyester

5,45 kg CO2-Verbrauch bei der Produktion von einer Tonne Baumwolle

Cherrett, N. et al. (2005); Ecological Footprint and Water Analysis of Cotton, Hemp and Polyester

4,35 kg CO2-Verbrauch bei der Produktion von einer Tonne Naturfasern (z. B. Hanf)

Cherrett, N. et al. (2005); Ecological Footprint and Water Analysis of Cotton, Hemp and Polyester

21,30 kg CO2-Verbrauch bei der Produktion von einem kg Schurwolle

Wiedemann, S. G. et al. (2016); Resource use and greenhouse gas emissions from three wool production regions in Australia; Journal of Cleaner Production

14.000,00 kg CO2-Verbrauch bei der Produktion von einer Tonne Nickel

Wie, W. et al. (2020); Energy Consumption and Greenhouse Gas Emissions of Nickel Products; Energies

10,00 l Wasser-Verbrauch für die Produktion von einem kg Kunstfasern

Cherrett, N. et al. (2005); Ecological Footprint and Water Analysis of Cotton, Hemp and Polyester

10.000,00 l Wasser-Verbrauch für die Produktion von einem kg Baumwollfasern

Cherrett, N. et al. (2005); Ecological Footprint and Water Analysis of Cotton, Hemp and Polyester

2.123,00 l Wasser-Verbrauch für die Produktion von einem kg Hanf-Fasern

Cherrett, N. et al. (2005); Ecological Footprint and Water Analysis of Cotton, Hemp and Polyester

299,05 l Wasser-Verbrauch für die Produktion von einem kg Schurwoll-Fasern

Wiedemann, S. G. et al. (2016); Resource use and greenhouse gas emissions from three wool production regions in Australia; Journal of Cleaner Production

80,00 l Wasser-Verbrauch für die Produktion von einem kg Nickel

Norgate, T., Lovel, R. R. (2006); Sustainable water use in minerals and metal production

0,27 qm Landnutzung für die Produktion eines durchschnittlichen Kleidungsstücks (0,29 kg)

LENA-Annahme auf der Basis von: Egorova, E. et al. (2014) Incorporating Land Use Impacts on Biodiversity into Life Cycle Assessment for the Apparel Industry

4,7 kg Menge an Kleidung, die jährlich pro Kopf als Müll anfällt (in kg)

LABFRESH B.V. (2022); The Biggest Textile Waste Polluters in Europe

465 g durchschnittlicher Einsatz von Chemikalien pro kg hergestellte Stoff-Fasern

Common Objective (2020); Measuring Fashion's Ecological Footprint

60 min. Dauer des Up-cycling-Prozesses

LENA-Annahme

20 min. Einsatz einer Nähmaschine des Typs SINGER Tradition Model 2259 zum Up-cyclen eines Kleidungsstücks

LENA-Annahme

85,00 W Leistung Nähmaschine des Typs SINGER Tradition Model 2259

Technisches Datenblatt

0,03 kWh Stromverbrauch bei der 20-minütigen Nutzung der SINGER-Nähmaschine

Berechnung durch das Institut für Nachhaltigkeit

380,00 g/kWh CO2-Emissionen pro kWh im deutschen Strommix im Jahr 2020

Umweltbundesamt (2021); Entwicklung der spezifischen Kohlendioxid-Emissionen des deutschen Strommix 1990-2020

0,04 qm/kWh Landfußabdruck des deutschen Strommixes

Global Land Outlook Working Paper (2017); UNCCD and IRENA; eigene Berechnung

11,62 l/kWh Wasserfußabdruck des deutschen Strommixes

P.W. Gerbens-Leenes, A.Y. Hoekstra, Th. van der Meer (2008), The water footprint of energy from biomass: A quantitative assessment and consequences of an increasing share of bio-energy in energy supply; LENA Berechnung

 

Diese Maßnahme geht davon aus, dass pro Jahr rund 16 Kleidungsstücke pro Person aussortiert werden, von denen acht noch zum Upcycling geeignet wären. Zudem wird für die Berechnung angenommen, dass das durchschnittliche Kleidungsstück aus einem Mix verschiedener Materialien besteht: 60 % Kunstfasern (Polyester, Polyamid, Olefin, Polyacrylnitril), 25 % Baumwolle, 8,2 % andere Naturfasern (z. B. Zellulose, Hanf), 1,8 % Schurwolle, 5 % Nickel (Reißverschluss, Nieten, Druckknöpfe). Zum Upcyceln eines Kleidungsstückes werden in der Berechnung rund 20 Minuten für die Bedienung einer Nähmaschine zugrunde gelegt.

CO₂: Die CO₂-Ersparnis berechnet sich aus dem CO₂-Ausstoß des Kleidungsmixes. Für alle oben genannten Teilkomponenten werden die Emissionen berechnet und anschließend zusammengerechnet.

Wasser: Gleiches Prinzip wie bei CO₂

Landnutzung: Gleiches Prinzip wie bei CO₂

Müllproduktion: Die Ersparnis in der Müllproduktion errechnet sich aus dem Gewicht der entsorgten Kleidung, die zum Upcycling hätte verwendet werden können.