Gestalte Deine LENA-Welt

Deine Vorschläge für nachhaltige Alternativen

Jetzt noch mehr tun
2
Frau schaltet E-Scooter frei.

Ich verzichte auf den Kauf eines E-Scooters und nutze stattdessen E-Scooter-Sharing.

Wenn du, anstatt dir einen eigenen Scooter zu kaufen, E-Scooter-Sharing nutzt, kannst du im Jahr 92 kg CO2 einsparen. Das entspricht ca. 541 mit dem Auto zurückgelegten Kilometern. Hinzu kommen etwa 116 l Wasser, die du jährlich sparst.

Deine Ersparnis pro Woche für mehr Nachhaltigkeit

1,775 kg CO2
2,235 l Wasser
0,003 kg Müll

Praktisch im Stadtverkehr

Wenn morgens mal wieder die Zeit knapp und der Weg zur nächsten Haltestelle zu weit wird, steigt man gerne auf den E-Scooter um die Ecke, der per App im Handumdrehen ausgeliehen und mit einem Klick zur Fahrt freigeschaltet ist. An der nächsten U-Bahn-Station kann er dann wieder abgestellt werden. Ähnlich verhält es sich nachts, wenn vielleicht keine Busse und Bahnen mehr fahren, man aber nach dem Besuch bei Freund*innen oder von der Bar aus schnell nach Hause möchte.

Im Gegensatz zu Leihrädern, die für gewöhnlich an extra dafür eingerichteten (Lade-)Stationen stehen, ist der E-Scooter nicht an feste Orte gebunden: Er lässt sich überall in den Städten ausleihen und auch wieder abstellen. Kein Wunder, dass sich die E-Scooter seit ihrer Zulassung im Juni 2019 auch hierzulande rasant vermehrt haben (schätzungsweise bis zu einer Viertelmillion), und das nicht nur in Millionen-Metropolen: Die Leihfahrzeuge von Anbietern wie Lime, Tier, Voi und Bird sieht man mittlerweile auch in kleineren Städten.

weiß was

Nur wenig Entlastung für den Pkw-Verkehr

E-Scooter nehmen nicht viel Platz ein und entlasten so den Autoverkehr in den Städten erheblich – zumindest theoretisch. In der Praxis belegen Studien wie die von Civicity, dass E-Scooter eher als zusätzliches Angebot genutzt werden, etwa von Berufspendler*innen, die schnell die nächste S-Bahn-Station erreichen wollen, und noch viel mehr von Nachtschwärmer*innen und Tourist*innen, die die Gegend erkunden möchten. Oft sind es auch sogenannte Spaßfahrten, die nicht dazu genutzt werden, um von A nach B zu kommen, sondern lediglich aus der Freude am Fahren mit dem E-Scooter.

Ein Bild, das jeder kennt und zum umstrittenen Image des E-Scooters beiträgt: Vielerorts werden die Roller mitten auf dem Gehweg abgestellt oder sogar achtlos hingeworfen. Deshalb werden sie von vielen Stadtbewohner*innen als ärgerliche Hindernisse empfunden, die außerdem für Blinde und Sehbehinderte zu einer großen Gefahr werden können. Eine ADAC-Studie kommt jedoch zu dem Schluss, dass ca. 97 % der E-Scooter korrekt abgestellt werden.

 

Keine gute CO2-Bilanz

Erste Zwischenbilanzen zeigen, dass der E-Scooter vor allem aus Bequemlichkeit genutzt wird: Statt zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad aus dem Keller holen zu müssen, wird einfach auf den motorisierten E-Scooter vor der Haustür zurückgegriffen. In der CO2-Bilanz schneidet dieser aber deutlich schlechter ab als der klassische Drahtesel: Ein E-Scooter wird, wie auch E-Bikes, meist durch einen Lithium-Ionen-Akku angetrieben. Für dessen Herstellung werden diverse Rohstoffe (z. B. Kobalt) benötigt, deren Gewinnung große Schäden anrichten und negative Folgen für Umwelt, Klimawandel und Menschen haben können. Hinzu kommen soziale und Menschenrechtsprobleme, wie eine Studie des Umweltbundesamtes belegt.

Allein bei der Materialgewinnung und Herstellung entstehen über 50 % der Emissionen, die ein einzelner E-Scooter in seiner ganzen Lebenszeit verursacht. Zudem müssen die Leih-E-Scooter nachts immer wieder von sogenannten Juicern eingesammelt und zu einer Ladestation gefahren, aufgeladen und am nächsten Morgen wieder im Stadtgebiet verteilt werden. Das sorgt für weitere 43 % CO2-Ausstoß – selbst wenn der E-Scooter mit Ökostrom aufgeladen wird.

Um den gesamten CO2-Ausstoß auszugleichen, den ein einzelner E-Scooter verursacht, muss er Hunderte von Kilometern gefahren werden. Wenn du den E-Scooter nur für dich alleine benötigst, kann das sehr lange dauern, vor allem bei kurzen Strecken. Die meiste Zeit steht er dann ungenutzt in der Ecke und wird im Zweifelsfall irgendwann gar nicht mehr gefahren und zu Elektroschrott. Die bessere Alternative ist definitiv das E-Scooter-Sharing. Durch die gemeinsame Nutzung eines E-Scooters trägst du so zur Reduzierung von CO2 bei und leistest einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.

Statistische Daten: E-Scooter

5 km Restmüll je 3* Hotelübernachtung in Kilogramm

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (2019); Mobilität in Tabellen.

2 Tage Wöchentlicher Gebrauch des E-Scooters in Tagen

LENA-Annahme

2 Jahre Lebensdauer des E-Scooters in Jahren unabhängig von der Intensität seiner Verwendung (sehr optimistische Prognose)

Hollingsworth et al. (2019); Are e-scooters polluters? The environmentalimpacts of shared dockless electric scooters

3,83 Personen Durchschnittliche Anzahl der Benutzer von E-Scootern pro Tag unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Wegelänge von 5 Kilometern

LENA-Berechnung

3,94 Fahrten Anzahl der Fahrten vor dem Aufladen (E-Scooter Sharing, Ladung ab 32% Batterie)

LENA-Berechnung

200 kg CO2-Ausstoß bei der Herstellung des E-Scooters in Kilogramm

Hollingsworth et al. (2019); Are e-scooters polluters? The environmentalimpacts of shared dockless electric scooters

0,06 km Einsammeln der E-Scooter zum Aufladen (Ladung unter 32 %) und erneute Verteilung in Kilometer

LENA-Berechnung

0,07 kg/km CO2-Ausstoß (Benzin) in kg je Kilometer Fahrstrecke mit Kraftstoffverbrauch von 3 l/100km

LENA-Berechnung

251,92 l/kWh Wasserfußabdruck in l pro 0,335 kWh NMC 111 Batterie des E-Scooters

LENA-Berechnung

0,11 l/km Wasserverbrauch von Benzin in Liter je Kilometer Fahrstrecke mit Kraftstoffverbrauch von 3 l/100 km

LENA-Berechnung

0,30 kg PM10 Produktion in kg bei der Herstellung des E-Scooters

Hollingsworth et al. (2019); Are e-scooters polluters? The environmentalimpacts of shared dockless electric scooters