LENA sagt Tschüss! Die Inhalte des Magazins und die Vorschläge in der "Meine LENA-Welt" werden nicht mehr aktualisiert.

Zwei Fahrräder im Schnee vor Briefkasten.
©unsplash/Juan Encalada

Fahrradfahren in Herbst und Winter: So bleibst du auch in der kalten Jahreszeit nachhaltig mobil

Fahrradfahren ist gut für die Umwelt und deine Gesundheit. Denn die Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem – ein Aspekt, der im Herbst und Winter an Bedeutung gewinnt. Dabei lohnt es sich bereits, für Kurzstrecken aufs Fahrrad umzusteigen: Immerhin ein Drittel der privaten Fahrten ist kürzer als 3 km. Verzichten wir bei diesen Strecken aufs Auto, können jährlich pro Kopf rund 320 kg CO2 vermieden werden. Musst du längere Strecken fahren, kann sich ein E-Bike lohnen, das im Vergleich zum Auto ebenfalls mit einer besseren Ökobilanz im Verkehr punktet. 

Eingeschneites Fahrrad mit Fokus auf Beleuchtung.
©unsplah/Georg Eiermann

Ausrüstung, Bekleidung und Fahrweise: Tipps für die kalte Jahreszeit

Die Vorteile des Fahrradfahrens liegen auf der Hand. Doch spätestens, wenn es draußen kälter und früher dunkel wird und sich nasses Laub oder Schnee auf den Wegen sammelt, lassen viele das Fahrrad stehen. Mit den folgenden Tipps kannst du Gefahren vorbeugen. 

Beleuchtung

Wenn es wieder früher dunkel wird, ist eine funktionierende Beleuchtung am Fahrrad (vorne weißes Abblendlicht und hinten rotes Schlusslicht) unverzichtbar und laut Straßen-Verkehrsordnung auch vorgeschrieben. Dabei gibt es unterschiedliche Arten der Fahrradbeleuchtung. Inzwischen haben LED-Leuchten Halogenlampen abgelöst. Sie sind zwar etwas teurer, allerdings auch langlebiger und damit nachhaltiger. Besonders nachhaltig sind LED-Lichter, die über Dynamo betrieben werden. Den Strom für das Licht erzeugst du also durch das Radfahren selbst. Dynamobetriebene Lichter sind jedoch ein bisschen schwerer und aus diesem Grund für sportliche Räder eher ungeeignet. Alternativ kannst du zu akkubetriebenen LED-Lichtern greifen, die auch im Stand leuchten. Zudem sind Reflektoren vorne und hinten, an den Pedalen, Speichen und in Form von Reflexstreifen am Reifen wichtig. Da diese bei Nässe schnell verschmutzen und ihren Zweck dann nicht mehr zuverlässig erfüllen, solltest du sie regelmäßig säubern. 

Fahrradbekleidung

Wechselhaftes Wetter setzt flexible Kleidung voraus. Da die Temperaturen von mild bis kalt reichen, fährst du gut mit dem Zwiebelprinzip. Dabei sollte die oberste Schicht winddicht und regenabweisend sein. Schirmmützen unter dem Helm bewahren Brillenträger*innen zudem vor Regentropfen auf den Gläsern. Damit du auch bei schlechten Lichtverhältnissen gesehen wirst, empfiehlt sich helle Kleidung. Alternativ kannst du Reflexelemente an deinem Outfit anbringen: Mit Klettbändern an Hosenbeinen oder Ärmeln bleibst du bei deiner Kleiderwahl farblich flexibel. Da tiefstehende Sonne schnell blendet und dein Sichtfeld einschränkt, sollte auch eine Sonnenbrille zu deiner festen Ausstattung gehören. Tipp: Auch bei der Fahrradbekleidung kannst du auf Nachhaltigkeit setzen und beispielsweise Kleidung aus recycelten Materialen kaufen.

Fahrrad winterfest machen

Nässe und rutschige Straßen durch Frost oder Laub können in der kalten Jahreszeit zur Gefahr werden. Unterziehe dein Fahrrad daher einem Wintercheck. Das gilt ganz besonders für die Bremsen. Denn Bremsbeläge verschleißen bei diesen Bedingungen schneller und können bei Kälte sogar einfrieren. Mit einem Bio-Frostschutzmittel aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zuckertensiden und ohne Mineralöl kannst du vorbeugen. Eine weitere umweltfreundliche Alternative: Ein selbstgemachtes Essig-Spiritus-Gemisch. Außerdem sollten bewegliche Teile wie Ketten mit Öl geschmeidig gehalten werden, da sie aufgrund von Nässe, Schnee und Streusalz anfällig für Rost sind. Auch hier sollte die Wahl auf biologisch abbaubare Kettenöle fallen, denn herkömmliche Mittel können ins Abwasser geraten und der Umwelt schaden – durch Einatmen oder Hautkontakt aber auch die Gesundheit gefährden.

weiß was