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Fahrradständer vor einem bewachsenen Unigebäude.
©unsplash/Ryan Jacobson

Nachhaltige Universitäten: Welche internationalen Hochschulen liegen vorne?

Universitäten tragen als Ausbildungsstätten für die Berufstätigen von morgen eine große Verantwortung mit Blick auf innovative Lösungen für eine globale nachhaltige Entwicklung. Ihre Aufgabe ist es, Studierenden ein umfangreiches Verständnis für gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Probleme zu vermitteln und ihnen darüber hinaus interdisziplinäre Zugänge und fächerübergreifende Forschung – lokal und global – zu bieten. Doch welche Universitäten sind und handeln tatsächlich nachhaltig? Ein internationales Ranking hat jetzt die umweltfreundlichsten und nachhaltigsten Hochschulen auf der Welt gelistet. 

Soziales Engagement bis Umweltschutz: Diese Universitäten stehen für nachhaltige Entwicklung

Immer mehr Studierende legen nicht nur Wert darauf, was sie studieren, sondern auch wo. Das Studium soll zunehmend sinnstiftend sein. Umso besser, wenn das auch auf die Hochschule selbst zutrifft. Die globale Hochschullandschaft Times Higher Education (THE) bewertet Universitäten weltweit jährlich nach ihrer Wissenschaftsstärke und seit 2019 auch nach ihrem gesellschaftlichen Einfluss. Gemessen an den 17 UN Sustainable Development Goals (SDG) gibt das Impact Ranking an, wie Hochschulen auf der ganzen Welt Nachhaltigkeit umsetzen. Dabei werden unter anderem Faktoren wie Armut und Gesundheit, Geschlechtergerechtigkeit und Klimawandel berücksichtigt. Beim letzten Ranking schaffte es keine deutsche Universität unter die Top 100. 

Das sind die 10 nachhaltigsten Universitäten

  1. University of Auckland (Neuseeland)
  2. University of Sydney (Australien)
  3. Western Sydney University (Australien)
  4. La Trobe University (Australien)
  5. Arizona State University (USA)
  6. University of Bologna (Italien)
  7. University of British Columbia (Kanada)
  8. University of Manchester (Großbritannien)
  9. King’s College London (Großbritannien)
  10. RMIT University (Australien)

Was wir von anderen Ländern lernen können

Die Studie zeigt, dass vor allem Neuseeland und Australien in Sachen Nachhaltigkeit punkten. Wie stark die einzelnen UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden, variiert unter den Hochschulen. So führt die University of Auckland beispielsweise bei SDG 8 (menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), während La Trobe mit Blick auf die Geschlechtergerechtigkeit (SDG 5) vorne liegt. Im Bereich SDG 12 (nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion) ist die UNSW Sydney am meisten bemüht. Dass vor allem Länder aus Ozeanien beim Ranking das Rennen machten, wird unter anderem damit erklärt, dass diese Länder bereits eine führende Rolle beim Verfolgen der SDGs einnehmen. Außerdem sind die Universitäten durch zahlreiche internationale Studierende stark global ausgerichtet. Darüber hinaus finden regelmäßig interdisziplinäre Projekte zwischen Australien, Neuseeland und deren Nachbarn im asiatischen und pazifischen Raum rund um die SDGs statt. 17 australische und neuseeländische Hochschul-Vizepräsident*innen haben eine Vereinbarung unterschrieben, die SDGs in ihren Lehren und Handlungen zu integrieren. Genau diese einheitliche Zielsetzung und Zusammenarbeit ist es, die in vielen anderen Ländern fehlt. So auch in Deutschland, wo die Hochschulen größtenteils selbstverwaltet sind. Denn gemeinsame Bildung und Forschungsprojekte mit verschiedenen Ländern werden als besonders wirkungsvolle Maßnahmen der SDG-Agenda betrachtet.