Alternativen zur Kuhmilch: Entdecke die pflanzliche Vielfalt

Ob im Kaffee, zum Frühstück, als Käse oder Joghurt: Viele Menschen lieben Milchprodukte, möchten jedoch auf Kuhmilch verzichten. Die einen vertragen sie aufgrund einer Laktoseintoleranz nicht, andere ernähren sich vegan oder möchten ihre Ökobilanz verbessern. Zum Glück gibt es eine Vielzahl an pflanzlichen Milchersatzprodukten. Wir stellen dir drei gesunde Alternativen vor.

Alternative 1: Hafermilch

Das Getreidegetränk ist vegan und laktosefrei und eignet sich für Menschen mit einer Milcheiweiß-Allergie, nicht jedoch bei einer Gluten-Intoleranz. Ihre Ökobilanz ist besser als die der Kuhmilch oder anderer pflanzlicher Drinks, vor allem wenn das Getreide aus Deutschland kommt. Zwar enthält Hafermilch wenig Fett und viele Ballaststoffe, die gut für Cholesterinspiegel und Verdauung sind. Allerdings liefert sie weniger Eiweiß und Kalzium als Kuhmilch.

Alternative 2: Sojamilch

Sojamilch ist vegan und wird aus Sojabohnen und Wasser hergestellt. Sie ist laktose- und cholesterinfrei und enthält weniger Fett und Kalorien als Kuhmilch. Gleichzeitig liefert sie viele wichtige Nährstoffe und Vitamine, viel Eiweiß, jedoch nur wenig Kalzium. Bei Sojabohnen aus dem europäischen Anbau weist sie zudem eine deutlich bessere Ökobilanz als Kuhmilch auf. So werden für die europäische Sojamilch rund 60 % weniger Land genutzt und 75 % weniger Treibhausgase verursacht als für das tierische Produkt.

Alternative 3: Mandelmilch

Die beliebteste vegane Milchalternative ist laktose-, cholesterin- und glutenfrei und kalorien-, fett- und zuckerarm. Nachteil: Sie hat wenig Eiweiß und büßt bei der Herstellung viele Mineralien ein. In Sachen Ökobilanz punktet Mandelmilch ­– zumindest teilweise – gegenüber Kuhmilch: Sie verursacht etwa 1/10 der Treibhausgase. Gleichzeitig wird für ihre Herstellung aber viel mehr Wasser benötigt Diese Angaben beziehen sich auf den Mandelanbau in Kalifornien und können für andere Anbaugebiete abweichen. Da zum Bestäuben der Mandelbäume Milliarden Bienen zum Einsatz kommen und diese Stress und Pestiziden ausgesetzt werden, schadet die Produktion auch den Bienenvölkern.

Fazit

Nahezu alle pflanzlichen Milchalternativen weisen eine bessere Ökobilanz auf. Die einzelnen Varianten unterscheiden sich in ihren Nährstoffen und mit Blick auf den Gehalt kann zunächst keine Alternative mit der Kuhmilch mithalten. So fehlt es vielen Produkten an für Vegetarier*innen wichtigen Vitamin B12, Eiweiß und Kalzium. Allerdings verwendest du die Milch auch nicht als Grundnahrungsmittel und so kannst du die fehlenden Nährstoffe gut anderweitig aufnehmen. Das sieht für Säuglinge anders aus: Aufgrund des manchmal zugesetzten Zuckers und fehlender Nährstoffe raten Expert*innen bei Kindern unter 5 Jahren von Pflanzenmilch ab. Welche Alternative für Kuhmilch jedoch für dich am besten ist, lässt sich nicht pauschal sagen, da es darauf ankommt, welche Nährstoffe und Aspekte dir persönlich wichtig sind. Beim Kauf empfiehlt es sich dann, auch die Herkunft zu hinterfragen. Denn die gute Ökobilanz bezieht sich meist auf die Produktion in Europa.

Möchtest du deinen ökologischen Fußabdruck verbessern und dich klimabewusst ernähren, ist eine Pflanzenmilch auf jeden Fall die beste Wahl. Fehlende Nährstoffe kannst du gut durch andere Lebensmittel auf deinem Speiseplan ergänzen. Außerdem reichern viele Hersteller*innen ihre Produkten mit zusätzlichen Nährstoffen und Vitaminen wie B12 an. Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe lohnt sich.

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