Zeitschrift über die Zukunft von Kryptowährungen vor Laptop
©pexels/Alesia Kozik

Stromverbrauch und Nutzen von Kryptowährung: Wie bezahlen wir in der Zukunft? 

Kryptowährungen werden als digitale Bezahlmittel und Anlagemöglichkeit seit einigen Jahren hoch gehandelt, doch ihr enormer Ressourcenverbrauch ist unumstritten. Gibt es ökologische Alternativen zu den bekannten Kryptowährungen und wo liegt überhaupt deren Nutzen? Auf diese und weitere Fragen erhältst du im folgenden Antworten. 

Warum Kryptowährungen?

Eine dezentrale Währung inklusive transparentem Bezahlsystem: Das ist die Grundidee hinter Kryptowährungen wie Bitcoin. Keine Staaten und Banken sollen den Geldfluss organisieren, sondern die Nutzer*innen selbst. Als technisches Rückgrat dient hierbei die Blockchain, eine öffentlich einsehbare Datenkette, in der alle Transaktionen verwaltet werden. Das Problem: Für die Erzeugung der Währung und die Berechnung der Transaktionen müssen die im Netzwerk verbundenen PCs komplizierte kryptografische Formeln knacken. Das kostet viel Strom und der Verbrauch nimmt mit steigendem Wert der Kryptowährungen immer weiter zu: Da mit der Erzeugung (engl. „mining“) von Bitcoin Geld zu verdienen ist, steigen mehr Nutzer*innen mit eigenen PCs in das Netzwerk ein. Der immer weiter steigende Stromverbrauch zwang Länder wie China bereits zu drastischen Mitteln: Dort wurde das Berechnen von Bitcoins in großen Serverfarmen verboten. 


Durch das Sinken des Kurses Mitte 2021 um 50 % sank auch der Stromverbrauch. Davor lag der jährliche Stromverbrauch von Bitcoin in der Spitze bei 142 TWh. Das ist rund ein Viertel des deutschen Stromverbrauchs. Umgerechnet verursachte die Kryptowährung damit 56 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. Zum Vergleich: 2020 verbrauchte Deutschland rund 644 Mio. Tonnen CO2.

Gibt es Öko-Kryptowährungen?

Beim Bitcoin ist der hohe Stromverbrauch in der Kryptowährung und seinen internen Berechnungen angelegt. Alternativen wie Ethereum setzen deswegen auf eine andere Technik: Statt wie bei Bitcoin die PCs im Netzwerk eher gegeneinander arbeiten zu lassen, entschlüsseln bei Ethereum die Teilnehmer*innen gemeinsam komplizierte Rechenformeln. Dadurch verringert sich der Stromverbrauch im gesamten Netzwerk um ein Vielfaches. Auf der Webseite Coin Carbon Cap lässt sich der aktuelle Stromverbrauch unterschiedlicher Kryptowährungen vergleichen. Alternativen wie Ethereum oder Dash kommen hier im Vergleich zum Bitcoin auf deutlich niedrigere Werte. 


Am Ende bleibt jedoch die Frage, ob die Vorteile von Kryptowährungen gegenüber bestehenden Währungen überwiegen. Fakt ist, dass alle Währungen ihre Vor- und Nachteile haben. Aus nachhaltiger Sicht verbrauchen die etablierten Bezahlsysteme bisher deutlich weniger Strom als Kryptowährungen und sind in der Nutzung einfacher.

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