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Mädchen mit Hut und Rucksack schaut in die Ferne.....
©istock/MundusImages

Detox für die Seele: Pilgern liegt im Trend

Wer pilgert, unternimmt in der Regel eine Reise zu einem heiligen Ort und ist dafür meist mehrere Tage oder Wochen unterwegs. Doch Pilgern wird auch unter Nicht-Gläubigen immer beliebter und das nicht zuletzt auch wegen des Wunsches nach nachhaltigen Reisen. Es bietet die Möglichkeit, Abstand zum hektischen Alltag zu gewinnen und eine Auszeit in der Natur zu nehmen. Pilgern bedeutet Minimalismus und bringt dich deinem Inneren näher. Wir geben Tipps, was du als Anfänger*in beachten musst und zeigen dir schöne Pilgerwege in Europa.

Nachhaltig Reisen und die Natur erleben: Das lässt sich beim Pilgern wunderbar vereinen. Und so erlebt der Pilgertourismus seit einigen Jahren einen regelrechten Boom. Passierten im Jahr 2008 noch etwa 125.000 Personen das Pilgerbüro in Santiago de Compostela am Jakobsweg, hatte sich die Zahl gut zehn Jahre später bereits mehr als verdoppelt. Und das, obwohl die Kirchenmitgliedszahlen gleichzeitig stetig sinken.

Auszeit beim Wandern in der Natur: Darum wollen jetzt alle pilgern

Die Beweggründe, einen Pilgerweg zu beschreiten, sind vielfältig: Die Erfahrung, eigene Grenzen auszuloten, die Natur zu erleben, Hindernisse zu überwinden und auf Luxus und Bequemlichkeiten zu verzichten, können die Selbstwahrnehmung verbessern und für innere Ruhe sorgen. Die Stille entlang des Pilgerwegs erlaubt es, sich ganz auf die eigenen Gedanken zu konzentrieren. Auch wenn das Ziel meist ein heiliger Wallfahrtsort ist, kommt es beim Pilgern viel mehr auf den Weg selbst und die Erfahrungen und Erlebnisse unterwegs an.


Um Natur und Umwelt beim Pilgern in vollen Zügen genießen zu können, ist es wichtig, sich richtig zu verhalten. Schließlich greifst du immer auch ein Stück in sensible Lebensräume mit hoher biologischer Vielfalt ein. Verhalte dich daher immer rücksichtsvoll, bleibe auf den markierten Routen und beachte sowohl Sperrzeiten als auch Schutzbereiche. Weitere hilfreiche Regeln und Tipps findest du hier
 

Langer Feldweg im Grünen auf dem Personen spazieren gehen.
©unsplash/ Damien DUFOUR Photographie

Pilger-Tipps für Anfänger*innen

Mehrere hundert kilometerlange Wanderwege stellen selbst für erfahrene Wanderfans eine Herausforderung dar. Pilgertouren sollten deshalb gründlich geplant werden. Von der Auswahl der Route über die Planung von Zwischenstopps bis hin zur Packliste für die richtige Ausrüstung: Je besser die Vorbereitung, desto erfolgreicher wird die Pilgerreise. Dabei kann es vorkommen, dass du auf deiner Reise immer mal wieder an deine eigenen Grenzen stößt. Doch keine Sorge: Das ist ganz normal und meist sogar gewollt. Schließlich geht es beim Pilgern auch darum, seine Komfortzone zu verlassen und sich selbst besser kennenzulernen.

 

Packliste

Die richtige Ausrüstung fürs Pilgern erleichtert das Wandern. Dabei sollte das Wandergepäck im Rucksack idealerweise nicht mehr als 10 kg wiegen. Diese Dinge sollten unbedingt mit:

  • Trekkingschuhe, -hose & -socken, Outdoorsandalen
  • Regenkleidung & Regenhülle für den Rucksack
  • Rucksack mit gepolsterten Schultergurten, der gut sitzt und 2/3 des Gewichtes auf dem Hüftgurt trägt
  • Leichter Schlafsack, Reisehandtuch, Isomatte, Sitzkissen
  • Hut/Mütze, Sonnenbrille
  • Kleines Nähset
  • Taschen-/Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Trinkflasche, Campinggeschirr
  • Reiseapotheke: (Blasen-)Pflaster, Mittel zur Muskelentspannung (z.B. Minzöl), Sonnencreme, Schmerztabletten

Dokumente

  • Reisepass / Personalausweis
  • Krankenkassen-Karte mit Auslandsversicherungsschein
  • EC- oder Kreditkarte
  • Pilgerausweis (z. B. für den Jakobsweg) zum Sammeln von Stempeln für die Pilgerurkunde und für die Nutzung von Sonderregelungen für Pilger*innen
  • Pilgerführer, Wanderkarte

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